Zum Hauptinhalt springen

Italiens Börsenaufsicht verschärft Vorschriften für Leerverkäufe

Mailand Nach dem Kurssturz von Bankaktien an der Mailänder Börse am Freitag hat die italienische Börsenaufsicht Consob die Vorschriften für Leerverkäufe verschärft.

Angesicht der «derzeitigen Schwankungen» sollen die neuen Regeln die Kontrollmöglichkeiten der Aufsichtsbehörde erhöhen, wie die Consob am Sonntagabend mitteilte. Die neuen Vorschriften traten am Montagmorgen in Kraft und gelten zunächst bis zum 9. September. Am Freitag waren die Kurse der italienischen Bankaktien wegen der Sorge um eine Ausweitung der Schuldenkrise auf Italien stark gefallen. Bei Leerverkäufen wetten Spekulanten auf fallende Kurse von Aktien oder staatliche Schuldpapiere. Sie leihen sich die Aktien oder Anleihen von einem dritten Anbieter für eine bestimmte Zeit aus und verkaufen sie sofort zum aktuellen Kurswert weiter. Rechtzeitig zum Ablauf der Leihfrist kaufen sie die Papiere dann für die Rückgabe an den Verleiher am Markt zurück - und das in der Hoffnung, dass deren Preis inzwischen gefallen ist. Die Kursdifferenz abzüglich der Leihgebühr ist ihr Gewinn. Geschäfte dieser Art stehen im Verdacht, die Nervosität der globalen Finanzmärkte gerade in Krisenzeiten zusätzlich zu verstärken. Den neuen Vorschriften zufolge müssen Händler ihre Geschäfte der Consob melden, die in grösserem Umfang auf fallende Kurse italienischer Aktien wetten, und zwar, sobald 0,2 Prozent des Grundkapitals einer Firma erreicht sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch