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Industrie Arbeitszeitverlängerung bei GF-Tochter Agie Charmilles beendet

Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat die Arbeitszeitverlängerung bei seiner Tochter Agie Charmilles beendet.

Man habe die im September eingeführte Massnahme Ende Jahr wieder aufgehoben, weil sich die Lage der Werkzeugmaschinen-Herstellerin wieder verbessert habe, sagte GF-Konzernchef Yves Serra. Geholfen habe die Einführung der Euro-Untergrenze von 1,20 Fr. durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang September. «Wäre der Franken auf der Parität zum Euro geblieben, hätten wir viel mehr Probleme gehabt», sagte Serra am Dienstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Neben der Arbeitszeitverlängerung von 40 auf 43 Stunden konnte Agie Charmilles durch Preiserhöhungen und vermehrten Einkäufen in Euro die negativen Auswirkungen des starken Frankens begrenzen. Weil jetzt kein Verlust mehr drohe, habe man die Arbeitszeitverlängerung Ende Jahr wieder aufgehoben, sagte Serra. Diese war im September in den Agie-Charmilles-Standorten Losone TI, Genf und Nidau bei Biel BE und Luterbach SO eingeführt worden. Rund 80 Prozent der Arbeitnehmer hatten dieser Massnahme zugestimmt. Starkes Wachstum Im vergangenen Jahr erwies sich Agie Charmilles als die Wachstumslokomotive bei Georg Fischer. Die Werkzeugmaschinen-Tochter wuchs so stark wie kein anderer Konzernbereich: Der Umsatz verbesserte sich um 11 Prozent auf 800 Millionen Franken. In Lokalwährungen wäre der Umsatz gar um ein Viertel gestiegen. Der Betriebsgewinn legte von 22 Millionen auf 37 Millionen Fr. zu. Neue Produkte hätten substantiell zur Umsatzsteigerung beigetragen, besonders im Fräsmaschinengeschäft. Der Absatz in Europa habe sich positiv entwickelt, vor allem in Deutschland, hiess es weiter. In China konnte Agie Charmilles gar den grössten Einzelauftrag der Firmengeschichte an Land ziehen. Widerstand der Gewerkschaften Bei seiner Rohrleitungssparte konnte Georg Fischer dagegen keine Arbeitszeitverlängerung um 2,5 Stunden pro Woche einführen. Die Gewerkschaften hätten dem Schritt laut Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zustimmen müssen, lehnten aber Verhandlungen ab. Der Umsatz der Sparte stagnierte im vergangenen Jahr bei 1,17 Milliarden Franken. In Lokalwährungen wäre er um 11 Prozent gewachsen. Der Betriebsgewinn verharrte ebenfalls bei 137 Millionen Franken. Die Expansion von Georg Fischer in China soll weitergehen. Dort würden neue Werke in Betrieb genommen. Im laufenden Jahr werde in China der Mitarbeiterbestand um 100 bis 200 Personen steigen, sagte Serra. Im letzten Jahr beschäftigte Georg Fischer 2688 Leute im Reich der Mitte. Das sind ungefähr gleich viele wie in der Schweiz. Insgesamt zählt der Konzern 13'600 Mitarbeiter.

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