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Griechische Regierung begrüsst neue Hilfsvereinbarung

Athen Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat die Einigung der internationalen Geldgeber auf neue Hilfen für sein Land begrüsst.

«Alles ist gutgegangen», sagte der konservative Politiker sichtlich erleichtert am Dienstag in Athen. Auch sein Koalitionspartner - die sozialistische Pasok-Partei - äusserte sich zufrieden mit der Übereinkunft der Euro-Finanzminister und des Internationalen Währungsfonds (IWF). «Das ist der neue Start, den das Land nach neun Monaten des Wartens gebraucht hat», sagte Pasok-Chef Evengelos Venizelos. «Nun sind wir dran und müssen es zum Funktionieren bringen», fügte der frühere Finanzminister hinzu. Die grösste Oppositionspartei Syriza hingegen kritisierte die Vereinbarung und warf Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, einen dringend benötigten Schuldenerlass verhindert zu haben. «Es ist ein unausgegorener Kompromiss und nur ein Pflaster auf der griechischen Schuldenwunde», sagte der Syriza-Spitzenpolitiker Dimitris Papadimoulis. Dies sei «unter dem Druck der engstirnigen, egoistischen, kurzsichtigen Wirtschaftspolitik Merkels zustande gekommen, die geizig auf ihr Geld achtet», sagte Papadimoulis. Seine Partei lehnt den von den Geldgebern verordneten Sparkurs strikt ab und kann sich auf eine grosse Unterstützung in der Bevölkerung stützen. Einer Umfrage zufolge liegt sie sogar vor der Partei von Samaras. Die internationalen Gläubiger hatten sich nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon in der Nacht in Brüssel grundsätzlich auf die Freigabe neuer Hilfen und geeinigt. Zudem wollen sie die Schulden des Landes längerfristig mit einem Massnahmenpaket um 40 Milliarden Euro senken.

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