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US-Rettungsplan für Banken belastet - UBS robust

Die Schweizer Börse hat sich am Freitag nahezu zwei Prozent abgeschwächt. Die Unsicherheit, wann das US-Paket zur Rettung des Finanzsystems steht, und der Zusammenbruch der grössten US-Sparkasse Washington Mutual belasteten den Markt.

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Der SMI-Index sank 1,87 Prozent auf 6815,52 Punkte, schloss damit allerdings deutlich über dem Tagestief von 6763,15 Zählern. Vor einer Woche stand der SMI-Index bei 7025 Punkten. Der breite SPI fiel 1,78 Prozent auf 5709,49 Punkte. Die Banken nahmen ihre Talfahrt nach der Erholung vom Vortag wieder auf, nachdem die Washington Mutual von der Aufsichtsbehörde geschlossen worden war. Teile des Instituts werden für 1,9 Mrd. Dollar von JP Morgan Chase übernommen. JP Morgan hatte im März auch die Investmentbank Bear Stearns gekauft und gilt als einer der Profiteure der Krise. Die Nervosität wurde noch geschürt durch die Kurseinbrüche der US-Regionalbank Bank Wachovia und der belgischen Fortis. Diese trat Spekulationen über einen Liquiditätsengpass entgegen.

CS Group rutschen ab

Während die Aktien der CS Group 6,6 Prozent einbrachen, zeigte sich die UBS-Papiere erstaunlich robust. Diese holten den zeitweise mehr als fünfprozentigen Kurseinbruch nahezu auf und schlossen 0,5 Prozent tiefer. Händler wiesen darauf hin, dass Marktteilnehmer zunehmend darauf spekulierten, dass bei der UBS der Tiefpunkt erreicht sei und die Aktien grösseres Erholungspotenzial hätten als die weniger stark gebeutelte CS. Deutliche Einbussen erlitten die Aktien der Vermögensverwalter JuliusBär, Vontobel und Sarasin mit Abschlägen von bis zu vier Prozent. Sorgen machten sich breit, dass die Erträge bei den Privatbanken wegen der Finanzkrise nicht mehr so üppig fliessen.

Auch Versicherer leiden

Kaum besser sah es bei den Versicherungen aus, wo sich Swiss Re 2 Prozent ermässigten. Die Aktien von Zurich verloren 1 Prozent. Zurich ist wieder stärker in den Blick der Anleger geraten. Die als grundsolide und riskanten Experimenten abgeneigt geltende Gesellschaft könnte nach Ansicht von Analysten als Gewinnerin aus den Marktturbulenzen hervorgehen.

Schwache Konjunkturdaten

Den Industriewerten setzten die schwachen Konjunkturdaten zu. «Das Wachstum verlangsamt sich, und die Firmen dürften ihre Lage nicht mehr so rosig beurteilen wie auch schon», sagte ein Händler. General Electric hatte am Vortag eine Gewinnwarnung abgegeben. Darunter litten unter anderem die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, die 3,2 Prozent fielen. Auch andere Industriewerte wie Fischer, Oerlikon, Rieter oder Sulzer gaben deutlich nach. Aber auch die defensiven Werte konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Die Aktien von Nestlé, Novartis und Roche schlugen sich aber mit einem Minus von einem Prozent oder etwas mehr besser als der Gesamtmarkt.

(SDA)

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