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Börsen gehen weltweit auf Talfahrt

Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und China sowie die Sorge vor einer Krise in den Schwellenländern haben die Händler aufgeschreckt.

Die Furcht vor einer Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums hat den Aktienbörsen rund um den Globus erneut zugesetzt.

Nach einer Abwärtsbewegung an der Wall Street am Montag brachen heute auch die asiatischen Märkte ein: In Tokio rutschte der Nikkei-Index zum Börsenschluss um 4,18 Prozent ab, so stark wie seit Juni nicht mehr. Auch die Börsen in Hongkong, Seoul und Sydney gaben kräftig nach.

An den europäischen Börsen fiel das Minus moderater aus. Der Dow Jones hatte am Montag 2,08 Prozent, der S&P 500 gar 2,28 Prozent eingebüsst – und die Nachwirkungen erfassten am Dienstag den europäischen Kontinent: Der Dax verlor bis zum Mittag 1,25 Prozent, der Pariser CAC-40-Index gab 0,28 Prozent nach und in London verzeichnete der FTSE 100 ein Minus von 0,45 Prozent. In der Schweiz gab der SMI am Morgen zwar ebenfalls nach, erholte sich bis am Nachmittag jedoch weitgehend.

«Wie von einem Güterzug gerammt»

«Der Markt fühlt sich an, als wenn er von einem Güterzug gerammt worden wäre. Die Händler fragen sich, was hier eigentlich genau passiert», sagte Analyst Chris Weston von IG Trading. CMC-Market-Analyst Michael Hewson fürchtete, dass die jüngsten Konjunkturdaten aus den vereinigten Staaten «den Beginn eines schwächeren US-Wachstums markieren».

Sowohl in den USA als auch in China hatte die Industrieproduktion im Januar überraschend stark an Schwung verloren. Ausserdem steht die Warnung von US-Finanzminister Jacob Lew im Raum, dass sein Land, die weltgrösste Volkswirtschaft, theoretisch schon am Freitag die gesetzliche Schuldenobergrenze erreichen und damit vor der Zahlungsunfähigkeit stehen könnte. Da die US-Notenbank zudem ihre monatlichen Anleihenkäufe weiter drosselt, geht in Schwellenländern die Furcht vor einer möglichen Kapitalflucht um.

SDA/ldc

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