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Franken Emmentaler Mopac AG kürzt wegen Euro sämtliche Löhne um 10 Prozent

Die Emmentaler Verpackungsherstellerin Mopac AG kürzt wegen des schwachen Euro in den nächsten Monaten die Löhne sämtlicher 263 Angestellter - auch jene der Chefs - um zehn Prozent.

Für einen Teil des Personals fällt deswegen der Lohn auf unter 3000 Franken. Die Direktion hat die Massnahme am Donnerstag und Freitag dem Personal bekanntgegeben, worauf die Gewerkschaft Unia damit an die Öffentlichkeit ging. Unternehmenschef Rainer Füchslin bestätigte auf Anfrage die Unia-Angaben und sagte, schuld an der Lohnkürzung sei die Landesregierung und die Nationalbank. Bevor die Mopac-Direktion den Entscheid zur Lohnkürzung getroffen habe, habe er das Gespräch mit Jean-Daniel Gerber, Chef des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), gesucht und sei von diesem auch empfangen worden, so Füchslin weiter. Da das Gespräch ohne Ergebnis geblieben sei, werde nun der Entscheid umgesetzt. Marge noch kleiner geworden Bei der Mopac brach wegen des schwachen Euros nicht der Absatz zusammen, sondern die ohnehin nicht grossen Margen wurde laut dem Firmenchef noch kleiner. Im Konkurrenzkampf mit Firmen aus Europa habe das Unternehmen reagieren müssen. 180 von 263 Angestellten sind unqualifiziert und verdienen heute 3100 bis 3400 Franken. Für sie fällt folglich der Lohn ab dem Inkrafttreten der neuen Arbeitsverträge teilweise auf rund 2800 Franken. Nur bei den Lehrlingen ändert sich nichts am Lohn. Nach der Ankündigung der Massnahme wird nun das Personal konsultiert. Es kann Alternativen vorschlagen. Danach ist der Versand der Änderungskündigungen vorgesehen. Die Gewerkschaft Unia will nun Personalversammlungen durchführen und Lösungen zur Verhinderung der Kürzungen ausarbeiten. Auch sie kritisiert in ihrer Mitteilung den Bundesrat und spricht von «fahrlässiger Passivität».

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