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Finanzkonzern ING hält an Sanierungskurs fest

Amsterdam Der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern ING will angesichts sinkender Gewinne, der Euro- Schuldenkrise und der Turbulenzen an den Märkten seinen Sanierungskurs fortsetzen.

Das Ergebnis des zweiten Quartals wurde weiter von Rückstellungen für Kreditausfälle belastet, der Reingewinn brach um 22,3 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro ein. Zusammen mit der Rückzahlung der Staatshilfe und der Abspaltung des Versicherungsgeschäfts hat der Abbau von Risiken derzeit höchste Priorität für ING, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die ING wurde in der Finanzkrise mit insgesamt 10 Milliarden Euro vom Staat gestützt. Bisher haben die Niederländer 7 Milliarden Euro zurückgezahlt. Zudem musste die ING bisher 2 Milliarden Euro an Zinsen und Gebühren berappen. Als Auflage für die erhaltene Hilfe soll der Konzern bis Ende 2012 die Versicherungssparte abspalten sowie einen Immobilienfinanzierer und das US-Onlinebanking verkaufen. Das übrige US-Geschäft brachte ING-Chef Jan Hommen im Februar für 9 Milliarden Dollar los. Zudem gelang der Verkauf des vergleichsweise kleinen Versicherungsbereichs in Lateinamerika. Der grosse Wurf bei der Aufspaltung, dem Verkauf oder Börsengang des Versicherungsgeschäfts scheiterte bisher jedoch an der Schuldenkrise und der gegenwärtigen Lage anderer Versicherungskonzerne.

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