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FBI jagt Wall-Street-Betrüger - Filmfiesling Gordon Gekko hilft

New York Das FBI bekommt bei seiner Jagd auf Kriminelle in Nadelstreifen prominente Schützenhilfe: Hollywood-Star Michael Douglas ruft in einem Fernsehspot dazu auf, die US-Bundespolizei bei ihren Ermittlungen gegen Wertpapier-Betrüger und Insider-Händler zu unterstützen.

Douglas spielte in dem Kassenschlager «Wall Street» von 1987 den ruchlosen Finanzhai Gordon Gekko. «Der Film war erfunden, aber das Problem ist real», sagt Douglas in dem knapp eine Minute langen Spot, der vor allem auf den amerikanischen Wirtschaftssendern CNBC und Bloomberg TV laufen soll. Ziel ist es, Hinweisgeber zu ermuntern, sich ans FBI zu wenden. «Wenn ein Geschäft zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es vermutlich genau das.» Das FBI und die Staatsanwaltschaft von Manhattan verschärfen damit ihren Kampf gegen Wall-Street-Betrüger. Ganze Insider-Ringe sind schon aufgeflogen. Der Fernsehspot beginnt mit einer Szene aus «Wall Street», in der Bösewicht Gekko den berühmt gewordenen Satz sagt: «Gier ist gut.» Anschliessend kommt Michael Douglas im schlichten dunklen Anzug und weissen Hemd ins Bild. «Unsere Wirtschaft ist in immer stärkeren Masse vom Erfolg und der Integrität der Finanzmärkte abhängig», appelliert er an das Gewissen der Banker und mahnt, das FBI in Verdachtsfällen einzuschalten. Prominentestes Beispiel für einen Insiderfall ist der milliardenschwere Hedge-Fonds-Gründer Raj Rajaratnam, der zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. Er hatte nach Überzeugung einer Jury Tippgeber in börsennotierten Unternehmen sitzen, die ihn mit Interna versorgten. Mit diesem Insider-Wissen spekulierte er dann an der Börse und strich Millionengewinne ein. Momentan habe das FBI rund 240 Personen im Visier, darunter Hedge- Fonds-Händler und Tippgeber aus Unternehmen, sagte der leitende FBI- Agent David Chaves dem «Wall Street Journal» (Dienstag). Bei der Hälfte davon sind nach seinen Worten die Beweise so stark, dass die Ermittler die Fälle vorantreiben. Seit Ende 2009 kam es bereits zu 66 Anklagen, in 59 Fällen folgten Verurteilungen oder die Finanzjongleure gestanden ihre Taten unter der Beweislast.

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