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Europäischer Bankenverband will Verschiebung von Basel III

Gubbio Der Europäische Bankenverband EBF fordert eine Verschiebung der Einführung schärferer Kapitalregeln für Banken (»Basel III») in Europa.

Das sagte der Generaldirektor des italienischen Bankenverbandes, Giovanni Sabatini, am Samstag an einer Konferenz in Gubbio, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Hintergrund ist der Widerstand der USA gegen die ursprünglich ab Anfang 2013 vorgesehene Anwendung der Richtlinie. Die europäischen Banken fürchten Wettbewerbsnachteile. Die führenden Wirtschaftsmächte (G20), darunter die USA, hatten sich Ende 2010 verpflichtet, «Basel III» ab 2013 anzuwenden. Die Regeln, die schrittweise bis 2019 eingeführt werden sollen, verpflichten Banken zu dickeren Kapitalpuffern. Damit können sie mögliche Krisen besser meistern. Sorge bereitet ein mögliches Ausscheren der USA. Allerdings hat auch Brüssel die Einführung noch nicht endgültig beschlossen, so dass viele Banken in Europa davon ausgehen, dass die Regeln technisch nicht zum Jahresbeginn 2013 umgesetzt werden können. Der Chef der Aareal Bank, Wolf Schumacher, warnte vor einem Chaos bei der Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften. «Ich hätte mir einen verbindlichen Zeitplan gewünscht. Die Branche weiss bis heute nicht, wann die Basel-III-Regeln nun eingeführt werden», sagte Schumacher der Wirtschaftszeitung «Euro am Sonntag». Überlegungen der USA, aus den Basel-III-Regeln auszuscheren, bezeichnete Schumacher als «hochgefährlich für das Finanzsystem, weil es zu Wettbewerbsverzerrungen kommen würde». Allerdings waren in den USA auch die Vorgängerrichtlinien «Basel I» und «Basel II» nicht oder nur in Teilen eingeführt worden.

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