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Etienne Jornod: Ein Leben bei und für Galenica Von Alexa Clemenz Berger, SDA Biografie/Porträt

Kontinuität und Erfolg zeichnen die makellose berufliche Laufbahn von Galenica-Chef Etienne Jornod aus.

In den vergangenen 15 Jahren als Konzernchef steigerte er Jahr für Jahr Gewinn und Umsatz von Galenica beträchtlich. Im Mai tritt er als Konzernchef zurück, bleibt aber Verwaltungsratspräsident. Spitzenkarrieren in einer Firma auf Lebenszeit sind selten. Der 1953 geborene Berner Arztsohn Jornod trat 1975 nach einer Drogistenlehre in Biel bei Galenica als Produktmanager ein und blieb dem Unternehmen bis zum heutigen Tag treu. Der einzige Unterbruch waren die rund drei Jahre von 1978 bis 1981, als er ein Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Lausanne absolvierte. Neue Unternehmensstrategie Sofort nach der Promotion 1981 kehrte Jornod wieder zu Galenica zurück. Zunächst als Assistent der Generaldirektion und danach ab 1989 als Mitglied der Generaldirektion. Seit 1996 ist Jornod Präsident und Konzernchef von Galenica. Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit der Firma und kann sich nach eigenen Angaben kein «spannenderes» Unternehmen vorstellen. Jornod krempelte den Grossisten total um. Die 1927 von 16 Westschweizer Apothekern als Grossistin gegründete Galenica ist heute eine diversifizierte Unternehmensgruppe, die unter anderem Pharmazeutika entwickelt, produziert und weltweit vertreibt, Apotheken führt, Logistikdienstleistungen anbietet sowie Datenbanken offeriert und Netzwerke etabliert. Jornods Leistung und, wie der Teamplayer stets betont, die seiner Mitarbeiter, liegt vor allem darin, dass er den traditionellen Grossisten in einen Distributor für Apotheker, Ärzte, Drogisten und Spitäler umbaute, die Wertschöpfungskette erweiterte und den Weg zu einem umfassenden Anbieter von Dienstleistungen für den Gesundheitsmarkt einschlug. Zur Erfolgsgeschichte der Diversifikation gehören auch die Produkte gegen Blutarmut und Eisenmangel, die Galenica heute erfolgreich produziert und verkauft. Beeindruckende Erfolgsbilanz Der Erfolg spricht für sich selbst: In den vergangenen 15 Jahren hat Jornod jedes Jahr Gewinn und Umsatz gesteigert. 2010 ist der Umsatz um über sechs Prozent auf über 3 Milliarden Fr. gestiegen. Der Gewinn erhöhte sich um über 10 Prozent auf 232,1 Millionen Franken. Der Personalbestand liegt inzwischen weltweit bei rund 6500 Mitarbeitenden. Keinem vergleichbaren Schweizer Unternehmen war es bis dato gelungen, fünfzehnmal hintereinander ein Gewinnwachstum zu realisieren. Sein berufliches Credo formuliert Jornod knapp und bescheiden: Klare, überzeugende, für alle verständliche Strategien, ein gutes Team und Glück. Gutbezahlter Manager Im Zuge der Debatte über überhöhte Managerbezüge, geriet auch der in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung tretende Jornod ins Kreuzfeuer der Kritik, als sein Lohn sprunghaft in die Millionenhöhe anschnellte. Wortkarg lässt er dazu lediglich verlauten, es störe ihn, dass das ein Thema sei. In einer konsultativen Abstimmung hätten die Aktionäre seinen Lohn abgesegnet. 2009 bezog Jornod rund 3 Millionen Franken, im vergangenen Jahr einen Lohn von 3,4 Millionen Franken. Dieser wurden aber in Form von Aktien ausbezahlt, die im Guten wie im Schlechten vollständig den Schwankungen der Börse ausgesetzt seien, wie Jornod an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag ausführte. In seinem Leben gebe es eigentlich nur zwei Dinge, nämlich Familie und Job, erklärt Jornod. Jornod ist verheiratet und hat aus zwei Ehen vier Kinder. Er liebt die Oper, Sport und Geschichte und reist sehr gerne. Den beiden jüngsten Kindern haben Jornod und seine Frau in den letzten 18 Monaten unter anderem Atacama (Wüste in Chile), den Machu Picchu, die Galapagos-Inseln, Patagonien, den Amazonas, den Panamakanal, New York und London gezeigt.

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