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Direktor von Royal Bank of Scotland verzichtet auf Jahresbonus

London Nach einer folgenschweren Informatikpanne will der Generaldirektor der Royal Bank of Scotland (RBS), Stephen Hester, auf seinen Jahresbonus verzichten.

Hester sagte dem Rundfunk BBC am Freitag, er verdiene den Bonus nicht mehr und werde ihn nicht einstreichen. Der Chef der RBS, die infolge der Finanzkrise vom Staat gerettet wurde, hatte bereits 2011 unter dem Druck der Politik auf seinen Bonus verzichtet. RBS versucht seit gut einer Woche, eine Informatikpanne zu beheben, infolge der die Mehrheit ihrer 15 Millionen Kunden zwischenzeitlich keine Überweisungen mehr machen und kein Geld mehr abheben konnte. Hester gestand ein, dass die Finanzdienste derzeit verstärkt in der Kritik stehen. Die Banker hätten gedacht, dass sie «die Herren des Universums seien, obwohl sie die Diener ihrer Kunden hätten sein sollen», bemerkte er selbstkritisch. Zuvor hatte der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, vom britischen Bankensektor einen «echten Kulturwandel» gefordert. Er reagierte damit auf eine Reihe von Bankenskandalen. Am Freitag teilte die Bankenaufsicht FSA mit, sie habe die RBS, Barclays, Lloyds und HSBC verpflichtet, wegen unzureichender Beratung beim Verkauf komplexer Finanzprodukte an geschädigte Kunden eine «angemessene Wiedergutmachung» zu zahlen.

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