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Club der Superreichen verliert Mitglieder – auch in der Schweiz

Erstmals seit sieben Jahren sind die Reichen rund um den Globus in der Summe nicht mehr reicher geworden – im Gegenteil.

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Statussymbol im Luxussegment: Ein Rolls Royce in St. Moritz ist ein globales Statussymbol. (Archiv)
Statussymbol im Luxussegment: Ein Rolls Royce in St. Moritz ist ein globales Statussymbol. (Archiv)
Keystone

Vor allem wegen der Rückschlage an den Aktienmärkten sind die Vermögen 2018 insgesamt geschrumpft. Weltweit und auch in der Schweiz ist die Zahl der Dollar-Millionäre leicht zurückgegangen.

Kylie Jenner Platz 2057, 1 Milliarde Dollar: Mit 21 Jahren ist Kylie Jenner laut «Forbes» die jüngste Selfmade-Milliardärin aller Zeiten.
Kylie Jenner Platz 2057, 1 Milliarde Dollar: Mit 21 Jahren ist Kylie Jenner laut «Forbes» die jüngste Selfmade-Milliardärin aller Zeiten.
Andy Kropa/Invision, Keystone
Bill Gates Platz 2, 96,5 Milliarden Dollar: Der Gründer von Microsoft sitzt seit Jahren in den Top-3 der «Forbes»-Liste.
Bill Gates Platz 2, 96,5 Milliarden Dollar: Der Gründer von Microsoft sitzt seit Jahren in den Top-3 der «Forbes»-Liste.
Lintao Zhang, AFP
Warren Buffett Platz 3, 82,5 Milliarden Dollar: Das Vermögen des CEO von Berkshire Hathaway sank leicht gegenüber dem Vorjahr.
Warren Buffett Platz 3, 82,5 Milliarden Dollar: Das Vermögen des CEO von Berkshire Hathaway sank leicht gegenüber dem Vorjahr.
Rick Wilking, Reuters
Bernard Arnault Platz 4, 76 Milliarden Dollar: Der CEO der LVMH Luxury Group hat seinen finanziellen Aufstieg im letzten Jahr dem Erfolg von Fashion Brands wie Sephora und Louis Vuitton zu verdanken.
Bernard Arnault Platz 4, 76 Milliarden Dollar: Der CEO der LVMH Luxury Group hat seinen finanziellen Aufstieg im letzten Jahr dem Erfolg von Fashion Brands wie Sephora und Louis Vuitton zu verdanken.
Chesnot, AFP
Carlos Slim Platz 5, 64 Milliarden Dollar: Der Telecom-Mogul ist der reichste Mann Mexikos.
Carlos Slim Platz 5, 64 Milliarden Dollar: Der Telecom-Mogul ist der reichste Mann Mexikos.
Susana Gonzalez, AFP
Amancio Ortega Platz 6, 62,7 Milliarden Dollar: Dem Fashion-Pionier gehören unter anderem Brands wie Zara, Massimo Dutti oder Pull & Bear.
Amancio Ortega Platz 6, 62,7 Milliarden Dollar: Dem Fashion-Pionier gehören unter anderem Brands wie Zara, Massimo Dutti oder Pull & Bear.
fotopress, AFP
 Larry Ellison Platz 7, 62,5 Milliarden Dollar: Knapp hinter Ortega liegt Ellison, der 1977 sein eigenes Softwareunternehmen Oracle gegründet hat.
Larry Ellison Platz 7, 62,5 Milliarden Dollar: Knapp hinter Ortega liegt Ellison, der 1977 sein eigenes Softwareunternehmen Oracle gegründet hat.
Vincent Sandoval, AFP
Mark Zuckerberg Platz 8, 62,3 Milliarden Dollar: Der Facebook-Chef zählt zu den grossen Verlierern in der aktuellen «Forbes»-Liste.
Mark Zuckerberg Platz 8, 62,3 Milliarden Dollar: Der Facebook-Chef zählt zu den grossen Verlierern in der aktuellen «Forbes»-Liste.
Marcio Jose Sanchez, Keystone
 Michael Bloomberg Platz 9, 55,5 Milliarden Dollar: Der 77-Jährige will Donald Trump aus dem Weissen Haus werfen und überlegte sich dafür sogar, 2020 selber bei der Präsidentschaftswahl anzutreten.
Michael Bloomberg Platz 9, 55,5 Milliarden Dollar: Der 77-Jährige will Donald Trump aus dem Weissen Haus werfen und überlegte sich dafür sogar, 2020 selber bei der Präsidentschaftswahl anzutreten.
Brian Snyder, Reuters
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Das Vermögen der Reichen weltweit verringerte sich in vergangenen Jahr gegenüber 2017 um fast 3 Prozent auf 68,1 Billionen Dollar, wie aus einer aktuellen Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Es war das erste Minus seit sieben Jahren. «Ein Rückgang an den Aktienmärkten schlägt in der Regel besonders stark durch», sagte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer.

384'000 Schweizer Millionäre

Zugleich verlor der Club der Dollar-Millionäre erstmals seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 Mitglieder, auch in der Schweiz. Hierzulande sank die Zahl der Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügen, den Angaben zufolge um 1 Prozent auf noch rund 384'000 Personen.

Auch in der Schweiz hatte nämlich der Einbruch an den weltweiten Aktienmärkten von Ende 2018 klare Spuren hinterlassen. So hatte der Leitindex SMI im vergangenen Jahr um rund 11 Prozent verloren.

Schweiz auf Platz Sieben

Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr insgesamt 18 Millionen Dollar-Millionäre. Das waren 0,3 Prozent weniger als im Jahr 2017. «Persönlich würde ich mir aber keine Sorgen um die Dollar-Millionäre machen», sagte Meyer. Es sei normal, dass es im Laufe der Jahre mal einen kleinen Rückgang gebe.

In der Liste der Länder mit den meisten Dollar-Millionären steht die Schweiz auf Platz Sieben. An der Spitze stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Die vier Länder stehen Capgemini zufolge zusammen für 61,2 Prozent der Vermögenden weltweit. Mehr Millionäre als die Schweiz weisen ausserdem Frankreich und Grossbritannien auf.

Für mehr als ein Viertel des weltweiten Vermögensverlustes stand China. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wächst nicht mehr so rasant wie in der Vergangenheit. Spuren hinterlässt unter anderem der Handelskrieg mit den USA.

Ultrareiche stark betroffen

Die grössten finanziellen Verluste verzeichneten der Studie zufolge die Ultrareichen, die über mehr als 30 Millionen Dollar verfügen. Ihr Gesamtvermögen sank um rund sechs Prozent. «Der weltweite Vermögensrückgang konzentriert sich ganz klar auf diese Gruppe», sagte Meyer. Die «Millionäre von nebenan» (1 bis 5 Millionen Dollar) waren am geringsten betroffen. Ihr Vermögen verringerte sich in der Summe um 0,4 Prozent.

Capgemini berücksichtigt bei seinem jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments wie Rohstoffe oder Hedgefonds, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden.

Mehr Bargeld

Angesichts weltweiter Unsicherheit wegen internationaler Handelskonflikte und der Abkühlung der Weltkonjunktur liessen vermögende Privatleute Anfang des laufenden Jahres Vorsicht bei ihren Investitionen walten.

Laut einer Umfrage unter 2500 Reichen weltweit ersetzten sie im ersten Quartal 2019 teilweise Aktien durch Bargeld. Bargeld machte 28 Prozent des Finanzvermögens aus, Aktien rutschten mit knapp 26 Prozent (minus fünf Prozentpunkte) auf den zweiten Rang ab. «Cash ist eine klassische Parkposition in Zeiten der Unsicherheit», erläuterte Meyer.

(SDA)

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