Zum Hauptinhalt springen

den Bussen ist Libor-Affäre für UBS noch nicht zu Ende

Mit den von den amerikanischen, britischen und schweizerischen Aufsichtsbehörden verhängten Bussen ist die Libor-Affäre für die UBS noch keineswegs zu Ende.

Weiterhin am Laufen sind die Untersuchungen der Eidg. Wettbewerbskommission (Weko). Diese untersucht mögliche Kartellabsprachen zahlreicher Banken zur Beeinflussung der Libor-Referenzzinsätze. Neben der UBS sind von der Untersuchung auch die Credit Suisse und zehn ausländische Banken betroffen, darunter die Citigroup, die Deutsche Bank und HSBC. Wettbewerbsrechtliche Ermittlungen gegen Banken führen allerdings nicht nur die Wettbewerbsbehörden in der Schweiz, sondern auch jene anderer Länder. Zum Stand ihrer Ermittlungen, die komplett separat von den Untersuchungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) erfolgen und auch andere Fragen beleuchten, macht die Weko derzeit keine Angaben. Ins Rollen gebracht wurde die Untersuchungen im Februar dieses Jahres durch eine Selbstanzeige der UBS. Und bald abgeschlossen dürften sie kaum sein: Im Sommer sprach Weko-Vizedirektor Olivier Schaller gegenüber der Nachrichtenagentur sda davon, dass eine Standard-Untersuchung nicht zum Ziel führen würde. Zusätzlich erschwert wird die Arbeit der Weko dadurch, dass sie mangels Abkommen mit anderen Ländern keine vertraulichen Informationen mit deren Wettbewerbsbehörden austauschen darf. Angesichts des Komplexität der Materie dürften aber auch die Untersuchungen anderer Wettbewerbsbehörden ihre Zeit beanspruchen. Weil sie sich selbst angezeigt hat, wurde der UBS von der Weko, der Wettbewerbsbehörde des US-amerikanischen Justizdepartements und den kanadischen Behörden teilweise Immunität gewährt. Vergleich mit wichtigsten Aufsichtsbehörden Mit der Strafzahlung in den USA, in Grossbritannien und der Schweiz hat sich die UBS zwar mit den Aufsichtsbehörden jener Länder geeinigt, welche für die Schweizer Bank am wichtigsten sind. In Japan wurde die UBS bereits vor einem Jahr in Zusammenhang mit der Beeinflussung des Yen-Libors sanktioniert. Belangt werden kann die UBS nun aber noch von Aufsichtsbehörden anderer Länder - etwa jener Singapurs. Beschäftigen könnten die UBS zudem auch noch zivilrechtliche Klagen. In den USA sind bereits Sammelklagen eingereicht worden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch