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CS-Aktien nach enttäuschenden Quartalszahlen unter Druck

Die Aktien der Credit Suisse sind am Donnerstag an der Schweizer Börse deutlich unter Druck geraten, nachdem die Grossbank mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten klar verfehlt hatte.

In der ersten Handelsstunde fiel der Kurs um 3,2 Prozent auf 41,97 Franken. Damit waren die Aktien die grössten Verlierer im Index der Schweizer Grosskonzerne SMI. Konkurrentin UBS, die ihre Resultate in der nächsten Woche veröffentlicht, notierte lediglich leicht im Minus. Der Gesamtmarkt SMI, angetrieben von den Schwergewichten Nestlé und Novartis, legte derweil um 0,4 Prozent zu. Analysten äusserten sich laut der Nachrichtenagentur AWP insgesamt enttäuscht über den Reingewinn der Credit Suisse. Auch unter Ausklammerung der diversen Sonderfaktoren habe das Institut schlechter gearbeitet als erwartet, lautete der Tenor der Experten. Enttäuscht zeigte sich beispielsweise die Bank Vontobel: Die Investmentbank habe schwache Erträge erwirtschaftet und die Bruttomarge in der Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden sei unter den Erwartungen. Auch im Urteil der Platzkonkurrentin UBS liegt das Ergebnis der Credit Suisse tiefer als erwartet. Schwach sei insbesondere das Aktiengeschäft im Investmentbanking ausgefallen, schrieb UBS-Analyst Philipp Zieschang. Angesichts der sinkenden Erträge und der steigenden Kosten sieht er bei der Credit Suisse auch eine Kostendiskussion am Horizont. Nicht dramatisch Weniger dramatisch sehen Nomura und Cheuvreux die Situation. Die Resultate seien bei genauerem Hinsehen nicht so schwach, meint etwa das französische Institut. So hätten diverse Sonderfaktoren die Grossbank zurückgebunden. Ähnlich tönt es bei Nomura. Zwar dürfte das heutige Resultat die Aktien belasten, aber die anziehenden Aktivitäten im September seien für das vierte Quartal ein ermutigendes Zeichen, schreibt Nomura- Experte Jon Peace. Auch die verbesserte Performance in der Vermögensverwaltung sowie die starke Bilanz seien mittelfristig Grund für Optimismus.

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