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China öffnet Infrastrukturbank auch für Europa

An der neuen Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur können sich auch Länder ausserhalb Asiens beteiligen. Dennoch will Chinas Finanzminister eine Dominanz des Westens verhindern.

Grössere Länder aus Europa hätten Interesse an der Bank bekundet: Der chinesische Finanzminister Lou Jiwei. (6. März 2015)
Grössere Länder aus Europa hätten Interesse an der Bank bekundet: Der chinesische Finanzminister Lou Jiwei. (6. März 2015)
Reuters

An der geplanten neuen Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) können sich nach chinesischen Angaben interessierte Länder auch von ausserhalb Asiens beteiligen. Bis Ende März will China, das die Führung inne hat, die Gründungsmitglieder verkünden.

Auch grössere Länder aus Europa hätten Interesse bekundet, berichtete Finanzminister Lou Jiwei am Freitag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. 27 Länder wollten bislang Gründungsmitglied werden.

Infrastrukturvorhaben unterstützen

Wie viele am Ende dabei seien, habe China noch nicht endgültig entschieden. Einige Länder wollten Privilegien, was die Arbeit der Bank aber sehr erschweren würde, sagte der Finanzminister. Die Bank sei offen für Japan und Mitglieder «aus anderen Regionen».

Die in Peking ansässige Bank soll ein Gründungskapital von rund 100 Milliarden Dollar haben, von denen allein China schon 50 Milliarden in Aussicht gestellt hat. Mit dem chinesisch initiierten Finanzorgan sollen Kredite für Infrastrukturvorhaben wie etwa den Bau von Eisenbahnen, Strassen oder Energieprojekte vergeben werden.

Gegen Dominanz des Westens

Die neue Entwicklungsbank wird gleichwohl argwöhnisch beäugt, weil sie unter Chinas Führung praktisch neben der Weltbank oder der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) nach ihren eigenen Regeln operieren wird. China sieht diese traditionellen, internationalen Finanzorgane als von den USA oder Japan dominiert.

Unter den Ländern, die im Oktober in Peking eine Absichtserklärung für eine Beteiligung an der AIIB unterzeichnet haben, waren Indien, Bangladesh, Brunei, Kambodscha, Kasachstan, Kuwait, Laos, Malaysia, die Mongolei, Burma, Nepal, Oman, Pakistan, die Philippinen, Katar, Singapur, Sri Lanka, Thailand, Usbekistan und Vietnam.

(SDA)

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