Zum Hauptinhalt springen

Britische Notenbank erwartet schleppende Konjunkturerholung

London Die britische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Notenbank nur langsam aus der Rezession herauskommen.

Es werde zwei Jahre dauern, bis die britische Wirtschaft wieder «auf Vorkrisen-Niveau wachsen wird», hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Inflationsbericht der Bank of England. Mittelfristig veranschlagt die Zentralbank für das Wirtschaftswachstum im übernächsten Jahr lediglich ein Plus von rund zwei Prozent. In ihrer Mai-Schätzung hatten sie noch 2,67 Prozent vorhergesagt. «Wir sind in rauer See und Sturmwolken ziehen weiter von der Euro-Zone herüber», warnte Notenbankchef Mervyn King. Auch wenn der Bericht hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise Fortschritte beim Krisenmanagement ausmacht, sieht er nach wie vor eine Reihe von Herausforderungen, die im Kampf gegen die Schuldenkrise zu bewältigen sind. Insgesamt stehe die Euro-Zone vor einer Phase mit schleppendem Wachstum und erhöhter Unsicherheit. In Grossbritannien ist die Wirtschaft zuletzt immer weiter abgestürzt. Nach jüngsten Daten schrumpfte die drittgrösste europäische Volkswirtschaft im zweiten Quartal um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Bereits im Auftaktquartal war das britische Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent zurückgegangen und im vierten Quartal 2011 um 0,4 Prozent. Nach gängiger Sichtweise wird von einer Rezession gesprochen, wenn eine Volkswirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft. Weniger Inflation Vor dem Hintergrund der lahmenden Konjunktur rechnet die Notenbank hinsichtlich der Teuerung weiterhin mit einer Entspannung, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Nachdem die Inflationsrate im vergangenen Herbst Werte bis zu 5,0 Prozent erreicht hatte, sollte sie in den kommenden Monaten weiter zurückgehen. Nach einer Rate von 3,5 Prozent im März und 2,4 Prozent im Juni gehen die Währungshüter davon aus, dass die Inflation sogar unter das von der Notenbank anvisierte Ziel von 2,0 Prozent sinken könnte. Die Bank of England hat zuletzt weiter auf eine sehr expansive Geldpolitik im Kampf gegen die Konjunkturflaute gesetzt. Anfang Juli erhöhte sie ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen um 50 Milliarden auf 375 Milliarden Pfund.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch