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Eine Schweizerin auf der «Forbes»-Liste

Das Gesamtvermögen der 400 reichsten US-Bürger ist im letzten Jahr wieder gewachsen. Besonders gut vertreten sind die Internetmilliardäre.

Milliardär Hansjörg Wyss und seine nicht minder vermögende Tochter Amy Wyss in Solothurn. (Archivbild: Reuters)
Milliardär Hansjörg Wyss und seine nicht minder vermögende Tochter Amy Wyss in Solothurn. (Archivbild: Reuters)

Der Name auf Rang 372 der Liste der superreichen Amerikaner, die das Wirtschaftsmagazin «Forbes» jedes Jahr veröffentlicht, klingt bekannt. Amy Wyss, 1,85 Milliarden Dollar, verdankt ihren Reichtum «medizinischem Gerät». Und ihrem Vater Hansjörg Wyss, der 1977 die Leitung des Medizinaltechnik-Unternehmens Synthes USA übernahm, Präsident und Hauptaktionär von Synthes wurde und das Unternehmen 2011 für 19,7 Milliarden Dollar an Johnson & Johnson verkaufte.

Seine 43-jährige Tochter ist Doppelbürgerin und lebt im US-Bundesstaat Wyoming; sie sass im Synthes-Verwaltungsrat. Mit ihren 1,85 Milliarden Dollar figuriert sie auf den letzten Plätzen der Liste, für die man in diesem Jahr ein Vermögen von mindestens 1,7 Milliarden Dollar brauchte. Im letzten Jahr waren es noch 1,55 Milliarden. Spitzenreiter ist auch dieses Jahr Microsoft-Mitbegründer Bill Gates. Gates landete mit einem persönlichen Vermögen von 76 Milliarden Dollar das 22. Jahr in Folge mit grossem Abstand auf dem 1. Platz.

Teilen macht reich

1993 hatte Gates den Investment-Guru Warren Buffett von der Spitze der Liste verdrängt. Buffett nahm dieses Jahr mit 62 Milliarden Dollar erneut die 2. Position ein. Platz 3 belegt der Chef des Softwarekonzerns Oracle, Larry Ellison, mit einem Vermögen von 47,4 Milliarden Dollar.

Die Internetmilliardäre sind 2015 besonders stark vertreten: Amazon-Gründer Jeff Bezos belegt mit 47 Milliarden Dollar den 4. Rang, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit 40,3 Milliarden den 7. Die Google-Mitbegründer Larry Page (33,3 Milliarden Dollar) und Sergey Brin (32,6 Milliarden) liegen auf dem 10. und dem 11. Platz.

Nicht schlecht geht es auch den Exponenten der Sharing Economy: Die Vermittlungsplattform für Unterkünfte Airbnb hat drei Milliardäre hervorgebracht: Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk liegen mit je 3,3 Milliarden Dollar auf dem 194. Rang. Deutlich mehr hat Uber-Mitgründer und -CEO Travis Kalanick mit der Vermittlung von Taxifahrten verdient: Er liegt auf Platz 80 mit 6 Milliarden Dollar.

Geldregen aus dem All

Älter ist das Geld, über das die Brüder Charles und David Koch verfügen: Ihre je 41 Milliarden Dollar stammen aus dem Öl¬geschäft und bringen sie auf Platz 5 und 6. Auch die Waltons, Mitglieder der Gründerfamilie des US-Handelskonzerns Walmart, schafften es wieder auf die vorderen Ränge, ebenso die Familie Mars vom gleichnamigen Lebensmittelriesen.

Überhaupt ist geteiltes Geld nicht wenig Geld: Erstaunlich viele Familien haben mehr als zwei Vertreter auf der Liste, beispielsweise die Pritzkers, deren Vermögen aus der Hotelgruppe Hyatt stammt, oder die Angehörigen des Familienunternehmens Cargill, eines Lebensmittel- und Futtermittelmultis.

Das Showbusiness ist unter anderem mit George Lucas, Steven Spielberg und Oprah Winfrey vertreten, wobei sich der Krieg der Sterne als grössere Goldgrube entpuppt als E.T. oder die Nachmittagstalkshow: Mit 5,1 Milliarden Dollar Vermögen hängt Lucas Spielberg (3,6 Mil¬liarden) und Winfrey (3 Milliarden) klar ab.

Mindestens einer auf der Liste dürfte sich krass unterbewertet fühlen: Immobilientycoon und Präsidentschaftsbewerber Donald Trump soll laut «Forbes» 4,5 Milliarden Dollar besitzen. Nach eigenen Angaben ist er aber 10 Milliarden Dollar schwer. Das Gesamtvermögen der 400 «Forbes»-Milliardäre beläuft sich auf 2,34 Billionen Dollar – 50 Milliarden mehr als 2014. Im Schnitt besitzt jeder 5,8 Milliarden Dollar – neuer Rekord.

SDA/bem

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