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Basler Händler entgeht der US-Justiz dank Millionenzahlung

Ein Schweizer Trader hat sich einer Strafverfolgung in den USA entziehen können. Er muss aber tief in die Tasche greifen.

Tatort New Yorker Börse: Ein Basler Händler hat sich mit der US-Justiz geeinigt – ohne Fehler einzugestehen oder zu bestreiten. (Archiv)
Tatort New Yorker Börse: Ein Basler Händler hat sich mit der US-Justiz geeinigt – ohne Fehler einzugestehen oder zu bestreiten. (Archiv)
Mark Lennihan, Keystone

Im Zuge eines Vergleichs zahlte der Schweizer Händler 2,85 Millionen Dollar, wie die US-Börsenaufsicht SEC am Montag mitteilte. Die amerikanischen Behörden warfen ihm Insidergeschäfte vor.

Der Börsenaufsicht zufolge hatte der Trader mit Wohnsitz in Basel im Sommer 2012 Aktien und Optionen der Firma AuthenTec gekauft. Zuvor hatte er offenbar vertrauliche Informationen von einem seiner Freunde erhalten. Dieser soll ihm mitgeteilt haben, dass Apple der Firma AuthenTec ein Kaufangebot unterbreitet habe.

Ein Gewinn von 1,8 Millionen Dollar

AuthenTec ist eine Firma aus Florida, die auf Internetsicherheit spezialisiert ist. Sie bietet Datenverschlüsselung an sowie die Erkennung von Fingerabdrücken, wie sie in Millionen von Mobiltelefonen verwendet wird. «Einige Tage nach dem Deal hat die Firma AuthenTec öffentlich mitgeteilt, dass sie akzeptiert habe, gegen 355 Millionen Dollar Bargeld eine 100-prozentige Tochterfirma von Apple zu werden», teilte die Börsenaufsicht mit. Als dies bekannt wurde, schnellte der Kurs der AuthenTec-Aktie um etwa 60 Prozent in die Höhe. Der Basler machte dadurch 1,8 Millionen Dollar Gewinn.

Ohne das Vergehen einzugestehen oder zu bestreiten, akzeptierte er laut der Mitteilung, 1,82 Millionen Dollar zu zahlen. Dazu kamen Entschädigungsgelder. Insgesamt zahlte der Schweizer 2,85 Millionen Dollar.

SDA/fal

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