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Bankkonto: Genügt es nicht, eine C/o-Adresse anzugeben?

Über die für alle Banken verbindlichen Standesregeln.

Andrea Fischer
Banken müssen die Adressen von Kontoinhabern festhalten. Foto: Matthias Zomer (Pexels)
Banken müssen die Adressen von Kontoinhabern festhalten. Foto: Matthias Zomer (Pexels)

Arbeitnehmende müssen dem Arbeitgeber eine aktuelle Adresse hinterlassen. Das habe ich kürzlich an dieser Stelle gelesen. Nun frage ich mich, was für Bankkonten gilt. Ich habe aus persönlichen Gründen bei meiner Bank nur eine C/o-Adresse hinterlegt. Jetzt heisst es, das sei wegen der Prävention von Geldwäscherei nicht gestattet. Dabei habe ich nur 40 000 Franken auf dem Konto; damit kann ich doch keine Geldwäscherei betreiben. Gibt es tatsächlich ein Gesetz, das C/o-Adressen verbietet?

Nein, so konkret gibt es das nicht. Dennoch muss die Bank jederzeit nachweisen können, mit wem sie es geschäftlich zu tun hat. Das ist Teil ihrer Sorgfaltspflicht.

In den Standesregeln der Banken steht, dass sie in jedem Fall die Identität ihrer Vertrags partner prüfen und persönliche Daten dokumentieren müssen. Zu diesen Daten gehört auch die «effektive Wohnsitzadresse».

Egal wie viel Geld jemand der Bank übergibt: Banken müssen die Adressen von Kontoinhabern festhalten. Nach Auskunft der Bankiervereinigung ist eine C/o-Adresse nur in Ausnahmefällen zulässig. Zu denken wäre dabei etwa an eine Hotelangestellte, die in einem Personalzimmer ihres Arbeitgebers untergebracht ist und deshalb an dieser Adresse über keinen eigenen Briefkasten verfügt.

Die Standesregeln sind für alle Banken verbindlich. Sie konkretisieren die Gesetzgebung über die Geldwäscherei und sind ein Beitrag zur Selbstregulierung.

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Andrea Fischer beantwortet Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht. Senden Sie sie an geldundrecht@tamedia.ch

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