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Banken Raiffeisen verleiht 3,7 Milliarden Fr. neue Hypotheken in sechs Monaten Ertrag steigert sich dank Übernahme der Ex-Wegelin-Privatbank

Die Raiffeisenbanken hatten Ende Juni 140,2 Milliarden

Fr. an vergebenen Krediten in den Büchern. In den ersten sechs Monaten nahmen die Ausleihungen um 4 Milliarden Fr. zu. Davon sind 3,7 Milliarden Fr. Hypotheken - eines der Kerngeschäfte der Bank. Raiffeisen wächst im Geschäft mit den Hausbaukrediten über dem Markt, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Für das Gesamtjahr 2012 schätzt die Gruppe das Wachstum in der Schweiz auf 4,8 Prozent. Raiffeisen dürfte dabei aber um 5,8 Prozent wachsen. Die Gruppe hält im Hypothekengeschäft einen Marktanteil von rund 16 Prozent. Im ersten Halbjahr, das unter anderem durch die Übernahme des ausseramerikanischen Geschäfts der Privatbank Wegelin - jetzt Notenstein - geprägt war, sank bei der Raiffeisengruppe der Gewinn: Unter dem Strich ging er von 340 Millionen Fr. im Vorjahr auf 332 Millionen Fr. zurück. Grund für den Rückgang ist der tiefere Buchwert der Beteiligungen, welche Raiffeisen an der Zürcher Bank Vontobel und der Helvetia-Versicherungsgruppe hält. Ohne diesen Effekt weisen die Regionalbanken einen Gewinn aus, der um 4,3 Prozent auf 354 Millionen Fr. angewachsen ist. Geldabfluss bei Notenstein Die Kundengelder bei den Regionalbanken erhöhten sich um 5,9 Prozent auf 129 Milliarden Franken, wobei die Banken auch über 40'000 neue Kunden gewinnen konnten. Die verwalteten Vermögen der Gruppe steigen im Verlauf des Halbjahres um 23,9 Milliarden Franken auf 170 Milliarden Franken. 20,8 Milliarden Fr. davon sind Gelder, die bei der St. Galler Privatbank Notenstein betreut werden. Notenstein entstand beim Notverkauf der Bank Wegelin, die im Januar unter extremen Druck der US-Steuerbehörden geraten war. Laut der Raiffeisen-Führung unter Pierin Vincenz verzeichnete die arg durchgeschüttelte Privatbank weniger Kundengeldabflüsse als erwartet: Es flossen netto 1 Milliarden Fr. ab. Seit vergangenem Juni gelinge des dem St. Galler Traditionshaus, wieder Kundengelder anzuziehen. Tiefzinsen hinterlassen Spuren Die Notenstein-Übernahme trug der Gruppe aber auch einen Anstieg des Geschäftsaufwands um 11,7 Prozent bzw. 88 Millionen Fr. 841 Millionen Fr. ein. Bei einem Betriebsertrag von 1,36 Milliarden Fr. ( 8,4 Prozent) erreichte die Gruppe aber immer noch einen gesteigerten Bruttogewinn von 521 Millionen Fr. ( 4,3 Prozent). Beim Hauptertagspfeiler Zinsgeschäft legte der Erfolg angesichts von tiefen Zinsen nur um 0,1 Prozent auf 1,04 Milliarden Fr. zu. Beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gab es ein Plus von 60,2 Prozent auf 188 Millionen Franken, während das Handelsgeschäft um 50,4 Prozent auf 99 Millionen Fr. zuzulegen vermochte. Die starken Steigerungen gehen ebenfalls wesentlich auf die Bank Notenstein zurück. Die Abhängigkeit vom Zinsgeschäft verringert sich durch den Notenstein-Kauf, was durchaus aus sich der Raiffeisenführung durchaus erwünscht ist.

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