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Banken bestätigen griechischen Politikern ihre weisse Weste nicht

Bern Mehrere hundert griechische Politiker haben die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) um eine Bestätigung gebeten, dass sie kein Konto in der Schweiz besitzen.

Die SBVg wies die Bitte jedoch zurück. Die Anfrage von mehr als 300 Abgeordneten des griechischen Parlaments und ihren Ehepartnern war im April bei der SBVg eingegangen. Die Politiker wollten sich damit gegen den Vorwurf wehren, der Bevölkerung Sparmassnahmen aufzuzwingen und gleichzeitig ihr Geld in Steueroasen zu schleusen. Die Bankiervereinigung lehnte den Antrag ab. Sie könnte Anfragen von «derart allgemeinem Inhalt» nicht an ihre Mitglieder weiterleiten, schrieb sie zur Begründung in einem Brief ans griechische Parlament, welcher der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. «Schweizer Banken sind nicht verpflichtet, eine Bestätigung herauszugeben, dass eine bestimmte Person kein Konto bei ihnen hat», heisst es in dem Schreiben weiter. Einige Institute hätten gar Regeln, die solche Bestätigungen verbieten. 4,3 Milliarden in der Schweiz Seit dem Beginn der Schuldenkrise haben griechische Bürger Vermögen in Milliardenhöhe aus dem Land geschafft. Gemäss Statistik der Schweizerischen Nationalbank hatten griechische Kunden Ende 2011 rund 4,3 Milliarden Franken auf Schweizer Konten deponiert - rund 1,5 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Die Schweiz und Griechenland haben jüngst die Verhandlungen über ein Steuerabkommen wieder aufgenommen. Zuvor waren die Gespräche wegen der Wahlen und der Probleme bei der Regierungsbildung in Athen ins Stocken geraten.

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