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Am Boden kämpft die Luftfahrt mit Kapazitätsengpässen

Die Schweizer Luftfahrt bewegt sich trotz hoher Kosten und Kapazitätsengpässen im internationalen Vergleich auf guter Flughöhe.

Eine Studie attestiert der Branche hohe Wettbewerbsfähigkeit. Der Betrieb der Flughäfen Zürich und Genf stösst aber an Grenzen. Insgesamt erreicht die Zivilluftfahrt in der Schweiz einen hohen Standard, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) am Dienstag mitteilte. Der Befund geht aus dem ersten Monitoringbericht zur Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Luftverkehrs hervor. Zu Gute kommt der Schweizer Luftfahrt, dass die Bevölkerung zu den Vielfliegern zählt. Das Passagieraufkommen ist deutlich höher als in der EU und liegt sogar noch über jenem in den USA, wobei die Schweiz auch als Wirtschaftsplatz und von der Hub-Funktion Zürichs profitiert. Produktiv ist auch die Fluggesellschaft Swiss. Als problematisch beurteilt der Bericht, dass vor allem die Flughäfen Zürich und Genf sich ihren Kapazitätsgrenzen näherten. Beide weisen eine hohe Auslastung aus. Ausbauten, beispielsweise ein Parallelpistensystem liegen derzeit aufgrund politischer Entscheide kaum drin. Da im Ausland ausgebaut werde, drohe die Schweizer Luftfahrt an Wettbewerbsfähigkeit einzubüssen. Restriktive Regeln und hohe Kosten Wettbewerbsnachteile ortet die Studie ferner bei den politischen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Ein Nachteil sei nicht nur die restriktive Nachtflugregelung, sondern auch die Beschränkung der Überflüge über deutsches Gebiet. Im internationalen Vergleich verursachen zudem die Entschädigungen für Lärm sowie für die Sicherheit hohe Kosten. In Umweltsachen schneidet die Luftfahrt aber vergleichsweise gut ab. Hervorgehoben wird, dass der Treibstoffverbrauch der Flugzeuge niedrig und die Flotte modern ist. Reisende gelangen zudem häufig mit dem öffentlichen Verkehr zum Flughafen. Die Flugsicherung weist nach dem international führenden europäischen ein gutes Niveau aus. Erstellt hat die Studie das Münchner Forschungsbüro Intraplan. Auftraggeber sind das BAZL, Aerosuisse, die Fluggesellschaft Swiss, die Swiss International Airports Association und die Flugsicherung Skyguide. In zwei Jahren soll das Monitoring wiederholt werden.

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