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- Schäden Experten schätzen Schäden auf weit über 130 Milliarden Franken.

Tokio Das Jahrhundertbeben in Japan hat nicht nur tausende Menschenleben gekostet, sondern auch einen immensen wirtschaftlichen Schaden angerichtet.

Einige Experten rechnen mit Kosten von weit über 130 Milliarden Franken. Allerdings dürfte der Wiederaufbau auch das Wachstum ankurbeln. Analysten der Citigroup, der drittgrössten US-Bank, schätzen allein die Schäden an Häusern und Infrastruktur auf umgerechnet bis zu 115 Milliarden Franken. Das dürfte das Bruttoinlandprodukt im ersten Halbjahr dämpfen, während die Aufbauarbeiten das Wachstum ab der zweiten Jahreshälfte ankurbeln dürfte. Die Citigroup rechnet für 2011 weiter mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent und hat ihre Prognose für 2012 von 1,9 auf 2,3 Prozent angehoben. «Die Schäden werden zu einem Wiederaufbau führen, der die Konjunktur in den kommenden Monaten ankurbeln dürfte», hiess es. Die Ökonomen der Schweizer Grossbank UBS haben ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,5 auf 1,4 Prozent gesenkt, für 2012 aber ebenfalls von 2,1 auf 2,5 Prozent angehoben. «Das Wachstum wird zunächst einmal gedämpft, doch danach dürfte es einen Erholungsprozess geben», hiess es vonseiten der UBS. Die Experten der Bank Barclays schätzen den Schaden auf etwa 170 Milliarden Franken oder drei Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung eines Jahres. «Die Zerstörungen werden voraussichtlich grösser sein als die nach dem Kobe-Erdbeben», befürchten sie. Unter den enormen Schäden dürfte auch das mittelfristige Wachstumspotenzial leiden, weil enormes Sachvermögen vernichtet wurde. Das japanische Finanzinstitut Nomura halten einen Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft für unwahrscheinlich. Sie rechnen aber auch nicht mit einer raschen Erholung. Die japanische Wirtschaft brauche wegen des Erdbebens und des Tsunamis wohl länger als bisher angenommen, liessen die Experten verlauten.

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