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- Börse Schweiz Atom-Katastrophe in Japan schlägt auf Schweizer Börse durch

Zürich Die Krise im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat am Dienstag voll auf die Schweizer Börse durchgeschlagen.

Nachdem die Anleger nach Händlerangaben am Vortag die Lage in Japan noch relativ gelassen hingenommen hätten, nehme nun die Nervosität zu. «Es gibt schon Leute, die wollen raus. Andere aber wollen nicht in die Übertreibungen hinein verkaufen», sagte ein Händler. Ein anderer Händler sagte, die Stimmung sei noch verdächtig ruhig. Die Kaufbereitschaft im Markt sei gering. In Japan war der Nikkei Index um mehr als zwölf Prozent abgestürzt, nachdem sich die Lage nach einer weiteren Explosion im Unglücks-AKW Fukushima I zugespitzt hat und nun eine Strahlenverseuchung droht. In Japan ist der Börsenwert der grössten Börse notierten Konzerne in dieser Woche um rund 700 Milliarden Dollar gefallen. Der Leitindex der Schweizer Börse, der SMI, notierte um 0945 Uhr um 2,1 Prozent tiefer bei 6141,89 Punkten. Der breite SPI sackte ebenfalls um 2 Prozent ab. Die grössten Verluste erlitten die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, für die Japan ein wichtiger Absatzmarkt ist. Sie büssten gegen vier Prozent ein und setzten damit den Abwärtstrend fort. Die ABB-Aktien sackten um mehr als drei Prozent ab. Händler sagten, die Titel des Elektrotechnikkonzern folgten der Entwicklung von Mitbewerber wie Siemens und Alstom. Erneut Verluste verbuchten auch die Versicherungswerte. Swiss Re verloren 2 Prozent. Mit Abschlägen von rund 1,5 Prozent schlugen sich auch die Banken Credit Suisse und UBS vergleichsweise gut. Erneut zu den Gewinnern zählten die Aktien von Meyer Burger und Edisun Power. Beide Firmen sind in der Solarindustrie aktiv. «Die Anbieter alternativer Energiesysteme sind die Profiteure der Atom- Krise», sagte ein Händler. Sie dürften in Zukunft noch mehr Förderung und Zulauf erhalten. Auch an ausländischen Märkten schossen die Aktien aus dem Bereich der Alternativenergie in die Höhe.

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