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LeserreaktionenWirkliche Reife braucht Zeit

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu verschiedenen aktuellen Themen.

Geben Eltern heute zu früh nach?
Geben Eltern heute zu früh nach?
Foto: Getty Images

Wirkliche Reife braucht Zeit

Zu «Eltern geben heute viel zu oft nach»
Grundsätzlich wurde das Familienbild seit dem Zweiten Weltkrieg langsam aber stetig verändert. Immer mehr Ehen werden geschieden, immer mehr Mütter arbeiten zusätzlich ausser Haus und das Internet wird schon von sehr jungen Kindern frei genutzt. All das hat die Beziehung von Eltern zu Kindern stark verändert. Sie werden immer früher «erwachsen». Das ist aber ein Trugschluss, denn wirkliche Reife braucht Zeit. Erziehung wird heute oft belächelt, weil diese die freie Entfaltung des jungen Menschen beeinflusst, ja sogar einengt. Weil das verpönt ist, machen immer mehr Junge viel zu früh, was sie wollen. Das Resultat sehen wir in der Gesellschaft. Auch für Eltern gilt: Alles mit Mass und gesundem Menschenverstand.

Mark Gasche, Kirchberg

Mehr Selbstbewusstsein

Zum Leserbrief von Verena Huber «Kompromiss ohne Kündigung»
Verena Huber, schreibt mir in ihrem Leserbrief aus dem Herzen. Mir graut auch von einer zubetonierten Schweiz und von 9-10 Millionen Einwohnern. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind bereits jetzt überfüllt. Es wird immer wie eine grössere Infrastruktur brauchen. Bei der grossen Bautätigkeit frage ich mich auch, ob wir einmal für alle noch genügend sauberes Trinkwasser haben werden. Dieses Thema wird nie angesprochen. Auch soll mir bitte mal jemand erklären, wie wir die immer grösser werdenden Sozialkosten bezahlen sollen. Ich bin auch der Meinung, dass mit der EU eine Lösung geben kann, wenn wir das wirklich wollen. Ich wünsche mir etwas mehr Selbstbewusstsein von den Eidgenossen.

Elisabeth Käser, Zollikofen

Das ist realitätsfremd

Zum Leserbrief von Kathrin Gammenthaler «Die hohen Verluste werden in Kauf genommen».
Die Schafhaltung Italiens mit seinen Grossgrundbesitzungen mit den Verhältnissen unseres Landes zu vergleichen, ist realitätsfremd. Der grösste Teil der Schafe und Ziegen unseres Landes weiden nicht in «geschützt-behirteten Herden» des Unterlandes und der Alp-Sömmerung, sondern werden in Familien- und traditionellen Kleinbetrieben als «Kleingruppen» gehalten, die den besonderen topografischen Gegebenheiten unserer Hügel- und Berglandschaft angepasst vom Frühling bis Herbst die eigenen Kleinliegenschaften und Parzellen beweiden. Ein «abendliches Zusammentreiben» aus kleinen, abgelegenen, oft weglosen und schwer zugänglichen Kleingrundstücken ist unrealistisch. Deshalb entspricht auch der von der Gegnerschaft des neuen Jagdgesetzes verwendete Begriff «Herdenschutz» nicht den schweizerischen Verhältnissen.

Toni Brunner, Münchringen

Der Gemeinderat will seine Macht nicht beschneiden lassen

Zum Leserbrief von Hein Haussener «Ein undemokratischer Beschluss»
Heinz Haussener hat vollkommen recht. Jede Entscheidung einer Gemeindeversammlung die so viele Stimmberechtigte ausschliesst ist alles andere als demokratisch. Nur etwas hat er nicht erwähnt. Da die Gemeindeversammlung als erstes entscheiden kann ob es überhaupt ein Parlament geben wird, können gewisse Kreise dies mit der Mehrheit einer Minderheit verhindern. Dem Gemeinderat ist dies noch so recht, will er doch seine Macht nicht beschneiden lassen. Dumm nur, dass nun ausgerechnet der Gemeinderat mit seinem Geschäft, schon wieder, Opfer des Systems geworden ist.

Richard Cescatti, Belp

Zitat des Tages

Mir erscheint die Wahrnehmung und Denunzierung von Marco Rima deutlich merkwürdiger als dessen Auftritt.

Angela Vogel, Bern

Er spricht aus, was viele Menschen denken

Zu «Marco Rima demontiert sich bei Schawinski»
Mir erscheint die Wahrnehmung und Denunzierung von Marco Rima deutlich merkwürdiger als dessen Auftritt. Der Beitrag spricht nur aus, was sich inzwischen viele Menschen wie Maro Rima fragen. Eindeutige Fakten, verpackt in eine subtile Komik und ab in die Ecke zu den tausenden anderen Verschwörungsmystikern. Nein, «wir wissen es tatsächlich nicht», aber einige Menschen ahnen endlich, wo die wahren Corona-Clowns in unserem Land sind.

Angela Vogel, Bern