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Interview mit Spaniens Aussenministerin «Wir werden den Zusammenbruch verhindern»

Arancha González Laya vertraut auf die Schlagkraft ihres Landes und der EU. Der Schweizer Bevölkerung Ratschläge zu erteilen, hält sie für vermessen. Und König Juan Carlos sei nicht vor der Justiz geflohen, sondern ausgewandert.

Hat lange in der Schweiz gelebt: Arancha González Laya, die Aussenministerin von Spanien, am 20. November 2020 in Bern.
Hat lange in der Schweiz gelebt: Arancha González Laya, die Aussenministerin von Spanien, am 20. November 2020 in Bern.
Foto: Raphael Moser

Was können Sie Positives über Spanien sagen?

Widerstandsfähigkeit. Kampfgeist. Kraft. Mut. Spanien hatte die Krise des Jahres 2008 überwunden, sein Wirtschaftswachstum war bis vor kurzem besser als der Durchschnitt der EU-Länder. Nun wütet eine Pandemie, die seine Wirtschaft und Gesellschaft erneut schwer belastet.

In anderen Ländern hat die Krise das Vertrauen in die Regierung gestärkt. In Spanien ist es laut Umfragen zusammengebrochen.

In Ländern wie Deutschland oder Portugal hat sich die Opposition in dieser Jahrhundertkrise hinter die Regierung gestellt. In Spanien haben sich die Konservativen hingegen dazu entschlossen, die Regierung frontal anzugreifen und ihren Sturz zu betreiben. Diese Strategie ist zwar gescheitert, aber sie hat zu politischen Streitereien geführt, die den Kampf gegen das Coronavirus erschweren und das Vertrauen der Bevölkerung untergraben.

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