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Im Corona-NotstandWie kann ich helfen?

In der Corona-Krise wollen viele junge Leute andere unterstützen. Aber wie, wenn das soziale Leben am Boden ist?

Einkaufen ist der Nachbarschaftsdienst dieser Tage.
Einkaufen ist der Nachbarschaftsdienst dieser Tage.
Foto: Getty Images

Lassen Sie alte Menschen nicht allein

Alte Menschen sind gefährdet und werden geschützt. Rüstige Rentnerinnen und Rentner hüten ihre Grosskinder nicht mehr, Altersheimbewohner werden von Besuchen abgeschirmt. Unseren Alten droht wochenlange Einsamkeit. Sie sind auf Verwandte und Bekannte angewiesen. Wenn schon keine Besuche mehr möglich sind: Ran an die Telefone.

Unterstützen Sie alte Menschen

Bieten Sie Nachbarschaftshilfe für Einkäufe und Botendienste an: per Zettel im Treppenhaus ihres Mehrfamilienhauses oder als Kleinanzeige im Supermarkt. Wie Livia und Marcel:

Viele junge Menschen bieten auf neuen Facebook-Seiten wie «Gärn gscheeBärn hiuft» Nachbarschaftshilfe an.

Nehmen Sie das Velo

Falls Sie nicht darauf angewiesen sind, nehmen Sie statt den Bus oder das Tram für kurze Distanzen das Velo. Wenn weniger Leute mitfahren, sinkt die Wahrscheinlichkeit für alte und vorerkrankte Menschen, vom Coronavirus angesteckt zu werden.

Befolgen Sie die Anweisungen

Hände waschen, winken statt Hände schütteln, Distanz wahren: Die Massnahmen sind hinlänglich bekannt. Nehmen Sie sie ernst, und machen Sie mit.

Seien Sie solidarisch

Wenn ganze Branchen lahmgelegt werden, sind selbstständig Erwerbende und Freelancer die grössten Verlierer unter den Berufstätigen. Bieten Sie Unterstützung an, falls Sie merken, dass Menschen in Ihrem Umfeld von existenziellen Sorgen geplagt sind.

Behalten Sie Ihr Ticket

Wenn Sie Billette für abgesagte Konzerte, Theaterstücke et cetera in kleinen Kulturinstitutionen haben, helfen Sie, indem Sie nicht ihr Geld zurückverlangen, sondern einen Gutschein für eine spätere Veranstaltung akzeptieren. Für die Künstlerinnen und Künstler sowie die kleinen Kulturbetriebe sind die Massnahmen des Bundes einschneidend bis existenzbedrohend.

Zeigen Sie Verständnis

Viele von uns sind verunsichert. Hören Sie den Menschen, die ihre Sorgen loswerden möchten, zu, nehmen Sie sie ernst, und zeigen Sie Zuversicht.

Wie helfen Sie? Lassen Sie es uns wissen: redaktion@bernerzeitung.ch, Betreff «Helfen».