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Hochkaräter bei den SCL TigersWie die Corona-Pandemie Erik Brännström ins Emmental führte

Dem 21-jährigen Schweden wird eine grosse Zukunft in der NHL vorausgesagt. Ausgerechnet Langnau soll ihm helfen, das nötige Rüstzeug für den nächsten Schritt zu holen.

Erik Brännström hat sich in Langnau rasch eingelebt. Die Umgebung erinnert ihn an seine schwedische Heimat.
Erik Brännström hat sich in Langnau rasch eingelebt. Die Umgebung erinnert ihn an seine schwedische Heimat.
Foto: Christian Pfander

Die Frage drängt sich auf: Warum spielt einer wie Erik Brännström in Langnau? Das soll keineswegs despektierlich gemeint sein. Aber die SCL Tigers sind personell das schwächste Team der National League. Um dagegen den Stellenwert Brännströms einzuschätzen, muss man Pierre Dorion zitieren. Der General Manager der Ottawa Senators sicherte sich im Februar 2019 in einem Tausch die Dienste des NHL-Erstrunden-Draft-Pick der Vegas Golden Knights. Und sagte danach: «Er wird ein Eckpfeiler unseres Wiederaufbaus sein.»

Also: Warum spielt einer wie er in Langnau? «Nun, sie wissen, wie die Dinge in der Welt jetzt laufen», sagt der Offensivverteidiger. Weil die Saison in der NHL frühestens im Januar beginnt, füllte sich der Markt im Herbst plötzlich mit Topspielern, die auf der Suche nach Eiszeit für wenig Geld zu haben waren. Die SCL Tigers etwa müssen Brännström nur Kost und Logis bezahlen, wobei der Schwede fremdfinanziert wird. Und da die schnelle, offensive Liga zu seinem Stil passt, suchte er nach einem Club in der Schweiz. Rund einen Monat nach seinem Debüt sagt er: «Ich bin sehr happy, dass Langnau mich wollte.»

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