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LeserreaktionenWeshalb um Himmels Willen Beethoven?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hört in Krisenzeiten gerne Beethoven. Kurt Mosimann aus Wasen fragt sich warum?
Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hört in Krisenzeiten gerne Beethoven. Kurt Mosimann aus Wasen fragt sich warum?
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Zum Interview mit Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf «Viele Ältere schauen nur auf sich»

Weshalb um Himmels Willen Beethoven?

Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erzählt im Interview, dass sie in Krisensituationen jeweils viel Musik gehört hat. Beethoven, Brahms oder Chopin. Ich frage mich nur, wie kann man unter solchen Umständen Beethoven hören? Ich habe kürzlich mit meinem Chor den Kanon «Signor Abbate» von Ludwig van Beethoven inszeniert. Er ruft darin in einer schwierigen Situation den Priester zu sich. Beethoven verlangt zuerst ganz anständig nach dem Santo Padre – aber «wehe, wenn Sie nicht kommen – hol Sie der Teufel». Deshalb meine inbrünstige Frage an Eveline Widmer-Schlumpf: Weshalb um Himmels willen gerade Beethoven?

Kurt Mosimann, Wasen

Zu «Hilfsaktion für Lesbos-Flüchtlinge»

Hilfsbereitschaft muss dringend erneuert werden

Vielen Personen in der Schweiz geht es angesichts der Corona-Krise schlecht. Es ist wichtig, dass der Bundesrat schnell reagiert und Hilfe anbietet. Aber: Hunderttausende sind momentan auf der Flucht. Zehntausende sind an der türkisch-griechischen Grenze eingeklemmt und unter menschenunwürdigen Verhältnissen untergebracht. Es fehlt an Medizin, Nahrung, Unterkünften und Geld. Die Verhältnisse erinnern an den Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015. Damals haben viele spontan gebildete Gruppen von engagierten Menschen versucht, Asylsuchenden zu helfen. Auch Kirchgemeinden und politische Gemeinden hatten Flüchtende aufgenommen. Diese Hilfsbereitschaft muss jetzt dringend erneuert werden. Wegschauen geht nicht. Die Reputation der EU und der Schweiz steht auf dem Spiel.

Erwin Roos, Ostermundigen

Zu «Engpässe: Onlinehändler unter Druck»

Online-Solidarität gefragt

Meine Lebenspartnerin und ich werden beide als Risikopersonen bezeichnet (66- und 70-jährig). Heute habe ich im Netz ein Video gesehen, in dem drei Helfer vor einem Einkaufsgeschäft Flyer verteilten und darauf achteten, dass ja keine Risikopersonen mehr selber einkaufen gehen. Das ist alles richtig und solidarisch.
Solidarität wäre aber auch, wenn Nichtrisikopersonen ihre Einkäufe nicht unbedingt online bestellen würden. Sie belasten den Lieferdienst unnötig und sorgen dafür, dass ebenjene Risikopersonen nicht online einkaufen können. Uns geschah es bereits mehrmals, dass wir Onlinebestellungen aufgrund der Engpässe nicht aufgeben konnten.

Martin Riesen, Worb

Zu «Selbstständige in der Sozialhilfe»

Nun wird nicht mehr gewitzelt

Noch vor Wochen durften wir uns anhören, wie über den Staat und die linksgrüne Politik gepoltert wurde. Auch über das Coronavirus wurde gewitzelt. Nun, da Covid-19 keine Grenzen kennt und keinen Unterschied bei Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität oder politischer Gesinnung der Menschen macht, sind viele Nörgler diejenigen, die den Staat um sofortige Hilfe und Unterstützung aufrufen. Unsere Regierungsmitglieder sind bedachte und fähige Personen, die mit der nötigen Ruhe und Demut in dieser sehr schwierigen Zeit auf der Suche nach Lösungen für alle Betroffenen sind. Die Arbeitslosenkasse, die Möglichkeit der Kurzarbeit und die Sozialversicherung wurden von den Gewerkschaften in mühsamen Verhandlungen errungen und werden heute stetig durch linksgrüne Politiker aktualisiert. Hören wir doch auf mit diesem kurzfristigen Denken und dem Sprücheklopfen.

Franco Sommaruga, Oberbottigen

Zitat des Tages

«Hören wir doch auf mit diesem kurzfristigen Denken und Sprücheklopfen.»

Franco Sommaruga, Oberbottigen