Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenWer startet den Diskurs?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Wertschätzung alleine reiche nicht aus, um die Verhältnisse im Pflege- und Gesundheitswesen zu verbessern, heisst es aus der Leserschaft.
Wertschätzung alleine reiche nicht aus, um die Verhältnisse im Pflege- und Gesundheitswesen zu verbessern, heisst es aus der Leserschaft.
Foto: Samuel Schalch

Zum Zustand im Pflege- und Gesundheitswesen

Wer startet den Diskurs?

In den letzten paar Monaten wurden im Pflege- und Gesundheitswesen übermenschliche Leistungen erbracht. Nebst der Wertschätzung ist es nun nur rechtens, über die Gehälter und Anstellungen in diesem Bereich zu sprechen. Mit entsprechenden positiven Anreizen würden diese Berufe attraktiver gemacht werden. Im Parlament mochte sich niemand für die in diesem Bereich tätigen Menschen stark machen. Debatten über Milliarden von Franken als Unterstützung für in Not geratene Berufsgruppen waren und sind wichtig. Aber deshalb darf die Besserstellung des Pflegepersonals nicht vergessen werden. Wo bleiben die Politiker, die einen Diskurs um die Missstände im Pflegebereich starten? Mit Ignorieren und Verdrängen ist nichts gewonnen. Mit einem Einsatz für das Pflegepersonal kann man in Bundesbern vielleicht keine Wählerpunkte generieren. In einigen Jahren werden unsere Volksvertreter dieses Thema aber sicher ganz anders gewichten. Nämlich dann, wenn sie selber auf solche Dienste angewiesen sind.

Bruno Kaufmann, Bern

Zitat des Tages

«Die Besserstellung des Pflegepersonals darf nicht vergessen werden.»

Bruno Kaufmann, Bern

Zu «Die ‹Grube›-Geschichte ist noch nicht geschrieben»

Die Geschichte muss nicht neu geschrieben werden

Ich habe das Buch gelesen. Nach den Beiträgen zum «Gruben-Thema», welche ich als unausgewogene Rundumschläge empfunden habe, kam dann wohltuend die Sichtweise der Historikerin Tanja Rietmann in der Ausgabe vom 14. Juli. Das hat offenbar Redaktor Johannes Reichen nicht gefallen, worauf er den Standpunkt schrieb. Er nimmt ganz klar Partei für Hans-Peter Hofer. Wer das Buch gelesen hat und noch andere Quellen und Stimmen gehört oder gelesen hat, kommt zu ganz anderen Schlüssen. Nicht wenige Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Was ist von Hans-Peter Hofer zu halten, wenn er sich mit einer peniblen Buchzerstörung in Szene setzt, um sein gekränktes Ego zu befriedigen? Im Buch ist er ohnehin nur eine unbedeutende Randfigur und kommt nur auf knapp fünf Seiten zur Sprache. Nein – die Geschichte muss nicht neu geschrieben werden. Die «Grubenkinder» hätten es als richtiges Buch verdient.

Hans Zurbriggen, Bern

Zu «JSVP-Präsident arbeitet nicht mehr als Polizist»

Auf die Polizei kommen Rekrutierungsprobleme zu

Ich war 40 Jahre bei der Polizei – in Uniform und bei der Kriminalpolizei. Zu meiner Zeit hatte man vor der Polizei und den Gerichtsbehörden Respekt. Damals flüchteten die Kriminellen vor der Polizei – heute ist es umgekehrt. Das hat sehr viel mit dem Täter- Opferschutz zu tun. Es geht nicht mehr lange und die Polizei wird grosse Rekrutierungsprobleme haben. Daran sind nicht zuletzt auch viele unserer Politiker und verängstige Richter Schuld.

Walter Krebs, Bümpliz