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Pleiten in ChinaWenn der Staat nicht mehr einfach so einspringt

Die Zahlungsausfälle bei chinesischen Unternehmensanleihen häufen sich. Spektakuläre Firmenpleiten verstärken die Sorge, dass überschuldete Konzerne ins Trudeln geraten und einen Dominoeffekt auslösen.

HNA Group: Zum Konzern gehört unter anderem SR Technics.
HNA Group: Zum Konzern gehört unter anderem SR Technics.
Foto: Bloomberg/Getty Images

Es ist ein tiefer Fall. Die chinesische HNA Group hatte zunächst weltweit expandiert. Auch in der Schweiz, wo der Riesenkonzern Firmen wie Gategroup, Swissport und SR Technics aufgekauft hatte. Auch beim Duty-free-Shop-Betreiber Dufry war HNA Grossaktionär. Doch die auf Pump finanzierte weltweite Einkaufstour führte zu einem gewaltigen Schuldenberg von rund 80 Milliarden Dollar. Schliesslich trennte sich die HNA Group wieder von zahlreichen Beteiligungen, SR Technics verblieb im Portfolio. Doch all die Massnahmen reichten nicht aus.

Im Januar war die HNA Group pleite. Die Fluggesellschaft Hainan Airlines, eine von mehr als 2000 HNA-Firmen, erhebt schwere Vorwürfe und beschuldigt Aktionäre und Komplizen, rund 10 Milliarden Dollar veruntreut zu haben. Gemäss dem Magazin «China Economics Weekly» sind gar 15 Milliarden Dollar verschwunden. Experten rechnen damit, dass der HNA-Konkurs einen Dominoeffekt ausgelöst hat und weitere 500 Firmen pleitegehen. Grund für die Entwicklung ist ein neuer, strengerer Kurs der Regierung. Firmen können sich nicht mehr darauf verlassen, vom Staat gerettet zu werden.

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