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Spitäler mit QualitätsproblemWenn bei schwierigen Operationen die Routine fehlt

Eine neue Untersuchung zeigt, dass fast die Hälfte der Krankenhäuser die empfohlenen Mindestfallzahlen
nicht einhält.

Routine durch viele Operationen führt zu besseren Ergebnissen: Operationssaal im Universitätsspital Lausanne.
Routine durch viele Operationen führt zu besseren Ergebnissen: Operationssaal im Universitätsspital Lausanne.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

In der Schweiz führen viele Spitäler komplexe Operationen sehr selten durch. Aus der Forschung ist jedoch bekannt, dass höhere Fallzahlen bei schwierigen Eingriffen dank grösserer Routine und Erfahrung zu besseren Ergebnissen und weniger Komplikationen für Patientinnen und Patienten führen. Deshalb werden für bestimmte Eingriffe Mindestfallzahlen definiert und von der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) empfohlen.

47 Prozent, also fast die Hälfte der Spitäler, die solche Operationen durchführen, erreichen jedoch die empfohlenen Mindestfallzahlen nicht. In manchen Bereichen führen sie diese Eingriffe weniger als einmal pro Monat durch. Das zeigt die erste gesamtschweizerische Untersuchung der Mindestfallzahlen durch Daniel Zahnd. Er ist Medizininformatiker, ehemaliger Leiter Qualitätsmanagement am Inselspital und heute Berater in der Gesundheitsforschung. Die Studie entstand im Auftrag der Krankenkasse Groupe Mutuel und wird am Mittwoch in Bern an einer Tagung der Plattform Qualitätsmedizin Schweiz vorgestellt.

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