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Umfrage zum WohnenWas Schweizer an ihren Nachbarn am meisten nervt

Gründe für Konflikte im Haus gibt es viele. Wir zeigen, welches die grössten Aufreger sind und wie die Probleme gelöst werden.

Grillieren und Lärmen: Zwei Gründe, warum sich Nachbarn in der Schweiz regelmässig streiten.
Grillieren und Lärmen: Zwei Gründe, warum sich Nachbarn in der Schweiz regelmässig streiten.
Foto: Getty Images

Rund ums Wohnen kommt es immer wieder zu Spannungen. Insbesondere Romands und Tessiner geraten mit ihren Nachbarn in Konflikte. Deutschschweizer haben häufiger Ärger mit Personen, die im gleichen Haushalt leben. Reibereien gibt es auch mit dem Vermieter. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals Homegate in allen Landesteilen.

Am meisten nervt die Schweizerinnen und Schweizer demnach der Lärm ihrer Nachbarn. Fast die Hälfte der Befragten hatte deswegen schon einmal Streit. Die gemeinsame Waschküche und mangelnde Sauberkeit sind ebenfalls potenzielle Problemherde. Ein Ärgernis können auch die Haustiere der Nachbarn sein.

Der Ort, an dem Nachbarn wahrscheinlich am häufigsten direkt aufeinandertreffen, ist die kollektive Waschküche. Jeder Dritte nervt sich mindestens einmal im Monat über die gemeinsamen Benutzung. Für fast einen Fünftel ist sie sogar das grösste Ärgernis im Zusammenhang mit den Nachbarn. Der häufigste Grund für Missstimmung ist die mangelnde Reinigung nach der Benützung. Auch liegengebliebene Wäsche, das Nichteinhalten des Waschplans und überzogene Nutzungszeiten können zu Streitigkeiten führen.

Beim Zusammenleben in den eigenen vier Wänden entstehen ebenfalls Konflikte. Der meistgenannte Grund für Streit unter Personen, die im gleichen Haushalt leben, ist Schmutz und Dreck. Viele regen sich auch darüber auf, dass ihre Mitbewohner nicht aufräumen und zu laut sind.

Mehr als jeder Fünfte hatte ausserdem schon einmal eine Auseinandersetzung mit seinem Vermieter oder Verwalter bezüglich kleinerer Reparaturen. Darüber hinaus können Nebenkostenabrechnungen, versteckte Mängel und Schimmel zu Differenzen führen.

Wenn Probleme mit dem Vermieter, den Mitbewohner oder den Nachbarn auftauchen, wenden sich die meisten an die Familie oder an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Viele sprechen das brennende Thema zudem direkt beim Nachbarn an.

Über ein Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer hat sich bei einem Miet- oder Wohneigentumsproblem aber auch schon rechtlich beraten lassen. Vor allem Mehrpersonenhaushalte mit Kindern und Haushalte mit hohem Einkommen erkundigen sich gerne über gesetzliche Regelungen. Im regionalen Vergleich neigen Deutschschweizer eher dazu rechtlichen Rat einzuholen als Romands und Tessiner.