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700 Franken für 10 KilometerWarum Patiententransporte so teuer sind

Ein Berner Rentner ist auf teure Transportfahrten angewiesen. Die Krankenkasse zahlt nur wenig. Thomas Moser vom Fahrdienst Mopi spricht von einem Systemfehler.

Mopi-Gründer Thomas Moser wehrt sich gegen die Behauptung, die Preise für private Patiententransporte seien überrissen.
Mopi-Gründer Thomas Moser wehrt sich gegen die Behauptung, die Preise für private Patiententransporte seien überrissen.
Foto: Nicole Philipp

Marcel Schnyder kam ins Staunen. Als er seinen an einer Lungenkrankheit leidenden Cousin im Pflegeheim Tilia in Wittigkofen besuchte, berichtete dieser von seiner letzten Kontrolle im Inselspital. Chauffiert hatte ihn die Berner Firma Mopi, ein Privatanbieter von Patiententransporten. Die Fahrt vom Murifeld in die knapp fünf Kilometer entfernte Insel und zurück kostete 700 Franken. Verrechnet wurde eine Pauschale von 350 Franken pro Weg. Nicht nur den Preis empfand Schnyder als überrissen, stossend fand er insbesondere, dass sein kranker Cousin laut eigenen Angaben die Kosten selber tragen musste. Weil der 85-Jährige letztes Jahr einmal pro Monat zur Kontrolle ins Inselspital musste, kam so ein ordentlicher Betrag zusammen.

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