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Voll die E-Bike-Fahrerin

Für die BZ-Sommerserie Stadt-Land schreiben drei Redaktorinnen über ihren Wohnort. Heute Marina Bolzli über Zimlisberg bei Rapperswil.

Ich bin ja völlig abgelegen auf dem Land aufgewachsen, auf einem Emmentaler Hoger, wo der nächste Bus oder Zug über drei Kilometer und 200 Höhenmeter entfernt war. Ich fuhr Töffli, später Auto. Das war in einem gewissen Alter ­natürlich peinlich, und so stellte ich jeweils das Töffli bei ­meinem Grosi im Dorf ab, um dann cool mit dem Velo beim Gymnasium vorzufahren.

Darum finde ich: Wir habens jetzt total gut bei uns auf dem Land, haben ein Auto für die grossen Einkäufe und die grossen Reisen und sind voll an den ÖV angebunden. Der Bus nur 15 Fussminuten entfernt. Der Fahrplan dicht. Jede Stunde bis Mitternacht. Zu Stosszeiten sogar zweimal die Stunde. Und ja, auch am Wochenende. Trotzdem nehme ich den Bus selten, seit ich auf die beste Erfindung seit dem zusammenklappbaren Trottinett umgestiegen bin: Ich fahre jetzt E-Bike.

Hatte ich früher die faulen Fahrer auf den Elektrovelos noch fest verachtet, brause ich jetzt an Kuhweiden und Landbeizen vorbei in die Stadt. Das E-Bike macht ­unabhängig: keine schlecht gelaunten Blicke am Morgen im Bus, kein Staustehen auf der A 1. Und nein, ich bin nicht die E-Bike-Fahrerin, die immer so ­gefährlich überholt, da müssen Sie mich verwechselt haben.

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