Verkehrschaos blieb aus

Solothurn

Das neue Verkehrsregime rund um den Bahnhofplatz ist in Kraft. Ein Verkehrschaos blieb aus. Im Gegenteil: Selbst wer die Route über den Bahnhofplatz wählte, musste nicht lange warten.

ÖV zuerst: Die Busse dürfen den neuen Platz bereits benutzen.

ÖV zuerst: Die Busse dürfen den neuen Platz bereits benutzen.

(Bild: Isabel Mäder)

Ralph Heiniger

Seit Montagabend um punkt 19Uhr herrscht in der Stadt Solothurn ein neues Verkehrsregime. Zehn Bauarbeiter rückten von der Luzernstrasse nach Westen vor und sperrten den Bahnhofplatz für den Privatverkehr. Bei dieser Sperre ist es zu kleineren Rückstaus gekommen, generell zeigten sich aber die Verantwortlichen am Tag danach zufrieden. «Die Sperrung lief gut», so Benjamin Lehmann, Leiter der Totalunternehmung des Bahnhofplatzumbaus. Wegen des leichten Regens am Montagabend mussten einige Markierungen am Juraplatz und am Schänzliknoten gestern nachgezogen werden, ansonsten klappte alles auf Anhieb.Anweisungen eingehaltenDer Verkehr rollte am gestern ohne Probleme durch die Stadt. Selbst wer trotz aller Warnungen die Route über den Bahnhofplatz wählte, kam ohne Probleme voran. Wer die Gelegenheit nutzte, um die Wengibrücke wieder einmal mit dem Auto zu überqueren, fühlte sich schon fast einsam. «Unsere Empfehlungen wurden befolgt», sagt Daniel Zoller vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau erleichtert. Denn: «Es braucht nicht besonders viel Verkehr, bis man am Bahnhof in einer Kolonne steht.»Christoph Wenk, Chef des technischen Dienstes der Stadtpolizei, war gestern damit beschäftigt, Signalisierungen zu optimieren. Bei der Lichtsignalanlage an der Rötistrasse werden auch die Phasen angepasst. «Es kommt besonders viel Verkehr von Zuchwil über die Waffenplatzstrasse», so Wenk. Bereits heute soll die Grünphase für diese Verkehrsteilnehmer etwas länger dauern.Schweres GerätMit der Sperrung ist schweres Gerät auf dem Bahnhofplatz aufgefahren. Ein 25-Tonnen-Raupenbagger und ein 13-Tonnen-Pneubagger stehen im Einsatz um Belag und Beton wegzufräsen. Die Gleiskörper des Bipperlisi wurden aus dem ehemaligen Kreisel bereits herausgespitzt. Der grösste Brocken ist aber laut Benjamin Lehmann die Freilegung der Personenunterführung. Dort könnte es allenfalls zu Überraschungen kommen. «Wir wissen nicht genau, was uns erwartet», so Lehmann. Es ist logistisch ein ziemlicher Aufwand, alleine die Zu- und Wegfahrten zu koordinieren», so Lehmann. Zur Zeit stehen etwa 30 seiner Mitarbeiter auf dem Bahnhofplatz im Einsatz.

Solothurner Tagblatt

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