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Melania Trump eilt ihrem Mann zu Hilfe

Die Frau von Donald Trump hatte ihren ersten Soloauftritt als Wahlkampfhelferin. Wenige Tage vor der US-Wahl will sie vor allem Frauen von ihrem Mann überzeugen.

fal/chk

Trumps Gattin ist zwar oft bei den Wahlkampfauftritten ihres Mannes dabei, das Wort ergreift sie selbst aber selten. Wenige Tage vor der US-Wahl spricht sie erstmals alleine auf der Bühne. Vor allem Frauen will sie mit ihrer Botschaft erreichen. Bei einem Auftritt im US-Staat Pennsylvania hob sie am Donnerstag ihre eigene Geschichte als Einwanderin hervor, legte den Fokus aber auch auf Familienthemen.

Während ihrer Kindheit in ihrem Heimatland Slowenien sei «Amerika das Wort für Freiheit und Möglichkeiten» gewesen, sagte Trump in einem Sportzentrum in Berwyn nahe Philadelphia. Ihre Entscheidung, in die Vereinigten Staaten zu ziehen und dort die Staatsbürgerschaft anzunehmen, sei «das grösste Privileg der Welt» gewesen.

Von Karen Pence vorgestellt

Vor ihrer Rede wurde die 46-Jährige von der Ehefrau des republikanischen Vizepräsidentschaftskandidaten Mike Pence, Karen, vorgestellt. Diese lobte die Gattin des Präsidentschaftskandidaten als wundervoll und stark. An das Publikum gewandt sagte sie: «Ich weiss, dass Amerika sich in sie verlieben wird, so wie sie das amerikanische Volk liebt.»

Gemeinsam für ihre Männer im Einsatz: Melania Trump (r.) und Karen Pence sind vor dem grossen Wahltag optimistisch. (3. November 2016)
Gemeinsam für ihre Männer im Einsatz: Melania Trump (r.) und Karen Pence sind vor dem grossen Wahltag optimistisch. (3. November 2016)
Getty Images/Alex Wong
Wenn sie als First Lady ins Weisse Haus einziehen darf, würde sie sich gegen Online-Mobbing einsetzen, erklärt die in Slowenien aufgewachsene Melania Trump.
Wenn sie als First Lady ins Weisse Haus einziehen darf, würde sie sich gegen Online-Mobbing einsetzen, erklärt die in Slowenien aufgewachsene Melania Trump.
Patrick Semansky (AP), Keystone
Siegessicher: Madam Trump nach ihrem Auftritt in Berwyn.
Siegessicher: Madam Trump nach ihrem Auftritt in Berwyn.
Patrick Semansky (AP), Keystone
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Die Veranstaltung in Berwyn war Melania Trumps erster Soloauftritt des laufenden Wahlkampfes und ihre erste Ansprache seit dem Nominierungsparteitag der Republikaner im Juli. Die wurde anfangs gelobt – bis sich herausstellte, dass einige Passagen so fast wortgleich aus einer früheren Rede von First Lady Michelle Obama stammten.

Die Vision des Gatten

In ihrer Ansprache am Donnerstag sprach Trump unter anderem von der Vision ihres Mannes für die amerikanischen Frauen, Kinder und Familien. Als First Lady würde sie eine Anwältin für Frauen und Kinder sein, sagte sie.

Damit wollte sie offenbar die Behauptungen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton entkräften, Trump sei ein Frauenhasser. Die Stimmen von Frauen aus der Vorstadt sind entscheidend für den Republikaner, um sich Hoffnungen auf einen Sieg in Pennsylvania machen zu können.

Kampf gegen das Mobbing im Netz

Auch andere Themen schnitt die Trump-Gattin an. Sollte ihr Mann zum Präsidenten gewählt und sie damit First Lady werden, würde sie ein grosses Augenmerk auf den Kampf gegen Online-Mobbing richten. «Unsere Kultur ist zu gemein und zu grob geworden, besonders für Kinder und Teenager», sagte sie. Es sei absolut inakzeptabel, wenn Kinder anonym im Internet verspottet, gemobbt und angegriffen würden. Das Thema ist deshalb interessant, weil ihr Mann ein fleissiger Nutzer von Twitter ist. Dort hat er regelmässig Leute beleidigt.

Ihren Ehemann beschrieb sie als einen «Kämpfer», der niemals aufgebe. Lächelnd fügte sie hinzu: «Er weiss sicherlich, wie man die Dinge aufmischt, oder?»

Melania Trump trat im Wahlkampf bisher kaum in den Vordergrund. Sie hat erklärt, dass ihre wichtigste Aufgabe die Erziehung des zehnjährigen Barron sei, ihrem gemeinsamen Sohn mit Trump.

(SDA)

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