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Gegen eine VerdoppelungUnia unterstützt Referendum gegen Sonntagsverkäufe

Vier- statt zweimal pro Jahr? Der bernische Grosse Rat möchte dem Gewerbe mehr Möglichkeiten einräumen. Dem Gewerkschaftsbund gefällt das nicht.

Besonders vor Weihnachten ist der Sonntagsverkauf beliebt.
Besonders vor Weihnachten ist der Sonntagsverkauf beliebt.
Foto: Walter Pfäffli

Die Unia Region Bern erhält Unterstützung für ihr Referendum gegen die Verdoppelung der Anzahl Sonntagsverkäufe im Kanton Bern: Der Gewerkschaftsbund des Kantons Bern (GKB) kündigte am Mittwoch an, er werde das Referendum unterstützen.

In einer Mitteilung schreibt der GKB, während der Coronakrise seien Verkäuferinnen und Verkäufer noch für ihre wertvolle Arbeit gelobt worden. Kaum sei der Applaus verhallt, habe der bernische Grosse Rat das Handels- und Gewerbegesetz revidiert und die Zahl der zulässigen Sonntagsverkäufe von zwei auf vier erhöht.

Das sei nicht im Sinn des Verkaufspersonals. In einer Blitzumfrage vor der Grossratsdebatte hätten sich mehr als 75 Prozent von gut 200 befragten Verkäuferinnen gegen das vom Grossen Rat gewählte Modell ausgesprochen. Gemeint ist, die Sonntagsverkäufe zu verdoppeln, aber am Samstag die Ladenöffnungszeiten nicht zu verlängern.

SDA