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Noch kein KöpferollenUnd keiner will schuld sein am BLS-Skandal

Die BLS-Subventionsaffäre hatte bisher kaum personelle Konsequenzen. Einem Neuanfang steht dabei auch der Berner Regierungsrat im Weg.

Bernard Guillelmon (links) und Rudolf Stämpfli haben ihre Mandate diesen Herbst niedergelegt. Aber das grosse Köpferollen blieb bei der BLS – trotz den gravierenden Missständen – bisher aus.
Bernard Guillelmon (links) und Rudolf Stämpfli haben ihre Mandate diesen Herbst niedergelegt. Aber das grosse Köpferollen blieb bei der BLS – trotz den gravierenden Missständen – bisher aus.
Foto: Keystone

14 Jahre lang sass Rudolf Stämpfli im Verwaltungsrat der BLS, die letzten 11 Jahre davon als Vorsitzender des Gremiums. So lange die Karriere beim Berner Bahnunternehmen gedauert hat, so plötzlich ging sie zu Ende. Anfang November teilte die BLS mit, dass Stämpfli aus gesundheitlichen Gründen per sofort abtritt. Dabei hatte der Berner Wirtschaftsführer seinen Rücktritt eigentlich auf nächsten Frühling angekündigt – wegen Amtszeitbeschränkung.

Durch seinen vorzeitigen Abgang musste Stämpfli den vorläufigen Tiefpunkt des Berner Bahnunternehmens immerhin nicht mehr in Amt und Würden miterleben. Der am Dienstag veröffentlichte Untersuchungsbericht des Wirtschaftsprüfers PWC stellt sein Vermächtnis in ein schiefes Licht. Nicht einmal das schwurbelige Management-Deutsch kann darüber hinwegtäuschen, in was für einem desolaten Zustand die BLS sich befindet.

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