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Bildstrecke: Ägypten feiert

Mubarak ist zurückgetreten. Das Regime wankt, der Platz der Befreiung bebt. Der Bericht direkt aus Kairo.

Martin Gehlen, Kairo
Der ägyptische Präsident – hier mit seiner Frau auf einer früheren Reise nach Marokko – ist angeblich nach Sharm al-Sheikh ausgereist.
Der ägyptische Präsident – hier mit seiner Frau auf einer früheren Reise nach Marokko – ist angeblich nach Sharm al-Sheikh ausgereist.
AFP
Auch im Ausland gehen Ägypter auf die Strasse: Im südkoreanischen Seoul demonstrieren Ägypter gegen Mubarak.
Auch im Ausland gehen Ägypter auf die Strasse: Im südkoreanischen Seoul demonstrieren Ägypter gegen Mubarak.
Keystone
Hat Gerüchten zu Folge die Macht in Ägypten bereits übernommen: Verteidigungsminister Tantawi tagte mit dem Obersten Rat des Militärs über die Zukunft des Landes.
Hat Gerüchten zu Folge die Macht in Ägypten bereits übernommen: Verteidigungsminister Tantawi tagte mit dem Obersten Rat des Militärs über die Zukunft des Landes.
Keystone
Warnt die Demonstranten vor militärischen Interventionen: Ägyptens Aussenminister Ahmed Abdul Gheit.
Warnt die Demonstranten vor militärischen Interventionen: Ägyptens Aussenminister Ahmed Abdul Gheit.
Keystone
Spuren ereignisreicher Tage des Protestes gegen Präsident Hosni Mubarak: Strassenszene in Kairo (9. Februar 2011)
Spuren ereignisreicher Tage des Protestes gegen Präsident Hosni Mubarak: Strassenszene in Kairo (9. Februar 2011)
AFP
Neben einem grossen Plakat mit dem Porträt des Präsidenten Hosni Mubarakt demonstrieren erneut Regimegegner. (8. Februar 2011)
Neben einem grossen Plakat mit dem Porträt des Präsidenten Hosni Mubarakt demonstrieren erneut Regimegegner. (8. Februar 2011)
Reuters
Gefeierter Held: Wael Ghonim auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Gefeierter Held: Wael Ghonim auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
AFP
Die Opposition rüstet sich für eine weitere Grosskundgebung: Junger Regimegegner in Kairo. (8. Februar 2011)
Die Opposition rüstet sich für eine weitere Grosskundgebung: Junger Regimegegner in Kairo. (8. Februar 2011)
Keystone
Auch über Nacht sicherten sich Demonstranten die Präsenz über den Tahrir-Platz: Junger Ägypter schläft in einem ausgebrannten Auto. (8. Februar)
Auch über Nacht sicherten sich Demonstranten die Präsenz über den Tahrir-Platz: Junger Ägypter schläft in einem ausgebrannten Auto. (8. Februar)
AFP
Regimegegner legen sich in einem Armeepanzer zur Ruhe.
Regimegegner legen sich in einem Armeepanzer zur Ruhe.
Keystone
Die Proteste gehen weiter: Auch in der Nacht auf Montag demonstrierten Tausende auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Die Proteste gehen weiter: Auch in der Nacht auf Montag demonstrierten Tausende auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Keystone
Stacheldraht und Uniformierte sollen Ausschreitungen verhindern. (6. Februar 2011)
Stacheldraht und Uniformierte sollen Ausschreitungen verhindern. (6. Februar 2011)
Keystone
Tahrir-Platz in Kairo: Die Regimegegner setzen ihre Kundgebungen auch am 6. Februar fort.
Tahrir-Platz in Kairo: Die Regimegegner setzen ihre Kundgebungen auch am 6. Februar fort.
Keystone
Aufforderung in Steinen gelegt. (6. Februar 2011)
Aufforderung in Steinen gelegt. (6. Februar 2011)
Keystone
Auch im Ausland protestieren Demonstranten gegen Mubarak: Türkische Muslime verbrennen in Istanbul ein Porträt des Präsidenten. (4. Februar 2011)
Auch im Ausland protestieren Demonstranten gegen Mubarak: Türkische Muslime verbrennen in Istanbul ein Porträt des Präsidenten. (4. Februar 2011)
AFP
Abenteuerlicher Protest: Ein Regimegegner klettert auf eine Strassenlaterne auf dem Tahrir-Platz und hisst eine ägyptische Flagge. (4. Februar 2011)
Abenteuerlicher Protest: Ein Regimegegner klettert auf eine Strassenlaterne auf dem Tahrir-Platz und hisst eine ägyptische Flagge. (4. Februar 2011)
Keystone
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Keystone
Hass auf den Despoten: Viele Regimegegner kritisieren auch Mubaraks gemässigte Politik gegenüber Israel.Ägypten hatte mit Israel 1979 einen Friedensvertrag abgeschlossen und war damit das erste arabische Land überhaupt, das einen solchen Schritt unternahm. (4. Februar 2011)
Hass auf den Despoten: Viele Regimegegner kritisieren auch Mubaraks gemässigte Politik gegenüber Israel.Ägypten hatte mit Israel 1979 einen Friedensvertrag abgeschlossen und war damit das erste arabische Land überhaupt, das einen solchen Schritt unternahm. (4. Februar 2011)
Keystone
Flucht vor den Unruhen: Am internationalen Flughafen von Kairo drängen sich die Menschen, die das Land verlassen wollen. (3. Februar 2011)
Flucht vor den Unruhen: Am internationalen Flughafen von Kairo drängen sich die Menschen, die das Land verlassen wollen. (3. Februar 2011)
AFP
Regierungsgegner und Anhänger der Regierung Mubarak liefern sich wüste Strassenschlachten im Zentrum von Kairo. (3. Februar 2011)
Regierungsgegner und Anhänger der Regierung Mubarak liefern sich wüste Strassenschlachten im Zentrum von Kairo. (3. Februar 2011)
AFP
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Menschen fallen sich in die Arme, singen, tanzen, strecken die Hände zu Himmel. Andere sinken auf die Knie und beten. «Endlich sind wir frei», rufen sie weinend und immer wieder «Freiheit, Freiheit». Feuerwerk am Himmel von Kairo, Gewehrsalven hallen durch die Strassen.

18 endlose Tage hatten die Demonstranten auf diese Nachricht gewartet, die Vizepräsident Omar Suleiman im Fernsehen verlas. Mehr als 300 Menschen sind in dieser Zeit durch Polizeikugeln, Tränengasgranaten oder Messerstiche gestorben, mindestens 5000 wurden durch staatliche Schläger verletzt. Dann, am Freitagabend um kurz nach 18 Uhr, versinkt das Epizentrum des Volksaufstandes in ein jubelndes Fahnenmeer. Kein Millimeter Platz ist mehr frei in diesem historischen Augenblick. Zehntausende stauen sich zurück auf den Nilbrücken. Aus allen Himmelsrichtungen hört man Autos hupend durch die Stadt rasen. Lächelnd schauen die Soldaten von ihren Panzern herab auf das ausgelassene Treiben vor ihren Füssen.

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