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Sport-News heute+++ Hürdensprinter Holloway bricht Uralt-Weltrekord +++ Happiges Giro-Programm +++ Hallen-EM ohne Russen

Die nationalen und internationalen Sportmeldungen in der Übersicht.

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Tour de Suisse: Alle Teams bekannt

Das Starterfeld für die 84. Tour de Suisse ist komplett. Das amerikanische Team Rally Cycling und die französische Equipe Total Direct Energie kommen in den Genuss einer Wildcard der Organisatoren. Die beiden Mannschaften ergänzen die 19 gesetzten Teams der UCI World Tour. Neu gehört seit diesem Jahr auch das bestplatzierte Team der UCI ProTeam Serie zum Starterfeld. Das ist die belgische Mannschaft Alpecin-Fenix. Somit starten 22 Teams mit 7 Fahrern an der diesjährigen Tour de Suisse, die vom 6. bis 13. Juni stattfindet. (heg)

Die Fahrer von Total Direct Energie dürfen sich auf die Tour de Suisse freuen. (Foto: Yoan Valat/Keystone)

NBA: Capela siegt wieder

Clint Capela gewann mit den Atlanta Hawks gegen die Boston Celtics 127:122. Der Schweizer trug je 9 Punkte und Rebounds zum Sieg bei. Am Tag zuvor verlor Capela mit Atlanta gegen die Cleveland Cavaliers 111:112. (heg)

Leichtathletik: Holloway bricht Uralt-Weltrekord

Grant Holloway aus den USA hat beim Hallen-Meeting in Madrid einen Uralt-Weltrekord gebrochen. Der Weltmeister lief über 60 Meter Hürden 7,29 Sekunden. Damit war der 24-Jährige eine Hundertstelsekunde schneller als der Brite Colin Jackson 1994 in Sindelfingen.

Für Holloway war es der 54. Sieg in einem Hallenrennen in Serie. Nach Angaben des Weltverbandes hatte der Hürdensprinter zuletzt 2014 im Alter von 16 Jahren einen Hürdensprint unter dem Hallendach verloren. (dpa)

Rad: Ein Giro für die Kletterer

Der 104. Giro d'Italia dürfte den Kletterern gefallen. Auf den 3450,4 Kilometern von Turin nach Mailand warten vom 8. bis 30. Mai sechs Bergankünfte und weitere schwere Etappen durch das Hochgebirge auf die Fahrer. Das ergab am Mittwoch die Streckenpräsentation der Italien-Rundfahrt.

Der steilste Schlussanstieg wartet mit dem Monte Zoncolan auf der 14. Etappe. Die Königsetappe bildet das 16. Teilstück mit drei Pässen in über 2000 Metern Höhe. Allerdings gibt es auch zwei Einzelzeitfahren: am ersten Tag über neun Kilometer in Turin und am Schlusstag über 29,4 Kilometer nach Mailand.

Für die Sprinter wird es bei fast 47'000 Höhenmetern schwer. Nur sechs Flachetappen bieten Chancen auf Sprinterfolge. (dpa)

Leichtathletik: Russen fehlen an der Hallen-EM

Russische Leichtathleten werden an der Hallen-EM vom 4. bis 7. März im polnischen Torun nicht teilnehmen. Wie der nationale Verband Rusaf am Mittwoch mitteilte, konnten die individuellen Startgenehmigungen von Sportlern aus Russland vom Weltverband World Athletics nicht rechtzeitig erteilt werden.

Seit November 2015 ist Russland wegen des Skandals um flächendeckendes Doping suspendiert und darf nur unbelastete und als neutral eingestufte Athleten nach Prüfung durch World Athletics zu internationalen Wett- und Titelkämpfen schicken.

Diese Regelung war wegen des Anti-Doping-Verstosses des Hochspringers Danil Lyssenko vom Weltverband ausgesetzt worden. Mit gefälschten Dokumenten hatten russische Funktionäre versucht, nicht wahrgenommene Dopingtests von Lyssenko zu vertuschen.

World Athletics teilte mit, dass erst bei der nächsten Exekutivkomiteesitzung am 17. und 18. März über die Wiedereinsetzung des Verfahrens für neutrale Athleten entschieden wird. (dpa)

Eishockey: Lausanne holt Slowaken

Neuer Stürmer für Lausanne: Die Waadtländer haben bis Ende Saison den Slowaken Libor Hudacek engagiert. Der 30-Jährige spielte zuletzt in der KHL bei Neftechimik Nischnekamsk, wo er in dieser Saison in 50 Spielen 38 Skorerpunkte sammelte. Bei Lausanne soll er den nach Bern gewechselten Cory Conacher ersetzen. (kai)

Eishockey: SCB-Verteidiger kehrt zu Langnau zurück

Der SC Bern und Miro Zryd haben sich auf eine vorzeitige Auflösung des bis 2022 laufenden Vertrags geeinigt. Stattdessen wird der 26-jährige Verteidiger auf die neue Saison hin zu den SCL Tigers wechseln, wo er für zwei Jahre unterschrieben hat. Zryd hatte bereits 2014 bis 2018 bei den Emmentalern gespielt, ehe er sich dem EVZ und schliesslich dem SCB anschloss.

Mit Michael Loosli und Livio Langenegger stossen zudem zwei Stürmer zu den Tigers. Der 26-jährige Loosli (Vertrag für ein Jahr plus Option), der einst im Langnauer Nachwuchs spielte, kommt von den Rapperswil-Jona Lakers, der 22-jährige Langenegger (zwei Jahre) vom EV Zug. (kai)

Rad: Bennett siegt im Sprint

Der Ire Sam Bennett hat die vierte Etappe der UAE-Tour auf der Insel Al Marjan nach 204 Kilometern Platz im Massensprint gewonnen. Bester Schweizer war Stefan Bissegger auf Platz 26. In der Gesamtwertung verteidigte Top-Favorit Tadej Pogacar aus Slowenien seine Führung problemlos.

Eine Vorentscheidung beim World-Tour-Auftakt in den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfte am Donnerstag auf der fünften von sieben Etappen fallen. Dort erwartet die Fahrer in Jebel Jais die letzte Bergankunft. (dpa)

Ski alpin: Starke Schweizerinnen im 1. Abfahrtstraining

Kaum ist die erfolgreiche Ski-WM vorbei, geht es für die Skirennfahrerinnen schon wieder weiter: Am Mittwoch im 1. Abfahrtstraining in Val di Fassa fuhren die Schweizerinnen stark. Lara Gut-Behrami wurde als beste Swiss-Ski-Athletin Dritte (+0,46 Sekunden auf die Schnellste Kajsa Vickhoff Lie). Weltmeisterin Corinne Suter und Joana Hählen fuhren genau gleich schnell und klassierten sich mit neun Zehnteln Rückstand auf dem siebten Rang. Mit Jasmine Flury (9.) und Priska Nufer (12.) reihten sich zwei weitere Schweizerinnen in den vorderen Rängen ein. Am Donnerstag folgt ein 2. Training, freitags und samstags geht je eine Abfahrt über die Bühne und am Sonntag werden die Weltcuprennen in den Dolomiten mit einem Super-G beschlossen. (lai)

Lara Gut-Behramis Formhoch geht im 1. Training von Val di Fassa weiter.
Lara Gut-Behramis Formhoch geht im 1. Training von Val di Fassa weiter.
Foto: Michael Kappeler (Keystone/DPA)
Turnen: Nachwuchschefin verlässt STV

Der Umbau des Schweizerischen Turnverbandes (STV) nach den Missbrauchsfällen geht weiter. Die von mehreren Athletinnen belastete Nachwuchschefin der Rhythmischen Gymnastik, Maria Balado, verlässt den Verband per sofort. Dies, nachdem der STV ihren Vertrag regulär auf Ende Mai gekündigt hatte.

Balado war Anfang 2020 zur Nachwuchschefin befördert worden, nachdem die Spanierin zuvor viele Jahre als Ausbildnerin in der Schweiz gearbeitet hatte. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden Vorwürfe früherer Gymnastinnen wegen übergriffiger Umgangsformen laut. Der Ende Januar vorgestellte externe Untersuchungsbericht kritisierte den STV, dass die Anschuldigungen gegen Balado schon länger bekannt gewesen seien, und stufte ihre Anstellung als problematisch ein.

Ersetzt wird Balado interimistisch durch die Trainerinnen Nancy Usero Til und Joy-Anna Hinde-Baumann sowie als Verantwortliche für den gesamten Nachwuchsbereich durch Anja Altorfer. (wie)

Eishockey: Künftiger Langnau-Trainer per sofort freigestellt

Der künftige Coach der SCL Tigers ist schon jetzt verfügbar: Jason O’Leary wurde von den Iserlohn Roosters per sofort freigestellt. Man sei «mit der aktuellen Entwicklung nicht zufrieden», begründet der Sportchef des DEL-Clubs die Massnahme. O’Leary stand in seiner zweiten Saison mit Iserlohn, das nach 17 Spielen Rang fünf von sieben Teams der DEL-Nordgruppe belegt. Vergangene Woche wurde bekannt, dass der 43-jährige Kanadier ab nächster Saison in Langnau tätig sein wird. (phm)

Jason O’Leary soll nächste Saison die SCL Tigers coachen.
Jason O’Leary soll nächste Saison die SCL Tigers coachen.
Foto: Keystone/APA
Ski nordisch: Bisher 4000 Tests bei Nordischer Ski-WM – ein Verdachtsfall

Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf hat die erste grosse Corona-Testreihe aller Beteiligten fast nur negative Befunde gebracht. Aus den ersten 4000 Tests hat sich lediglich ein Verdachtsfall ergeben, der sich nun in Quarantäne befindet, wie Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz am Mittwoch bei der Auftakt-Pressekonferenz sagte. Zur Person und zu Einzelheiten machte der Funktionär keine Angaben.

Die Nordische Ski-WM unterliegt einem strengen Corona-Schutzkonzept.
Die Nordische Ski-WM unterliegt einem strengen Corona-Schutzkonzept.
Foto: Dominik Angerer (Keystone/APA)

Die Veranstalter setzen bei dem Event neben regelmässigen PCR-Tests auch Antigen-Tests ein. «Wir beobachten das sehr eng. Wir können schnell reagieren», sagte Beckers-Schwarz. Das Hygienekonzept für die bis 7. März dauernden Wettkämpfe war bis kurz vor WM-Beginn immer wieder nachgeschärft worden. (dpa)

Eishockey: Josi mit Assist bei Sieg

42 Mal schossen die New Jersey Devils auf das Tor. Trotzdem dauerte es bis zur 60. Minute ehe das Team von Captain Nico Hischier Buffalo-Goalie Linus Ullmark bezwingen konnte: Nikita Gusev traf zum 1:3. Wenige Sekunden später traf aber Cody Eakin noch ins leere Tor zum deutlichen 4:1-Schlussresultat für Buffalo.

In einer spektakulären Partie führte Pius Suter (1 Assist) mit den Chicago Blackhawks nach 44 Minuten gegen Columbus mit 5:3. Doch Oliver Björkstrand glich die Partie noch aus (50. und 56.) und die Blue Jackets gewann die Partie am Ende im Penaltyschiessen.

Ebenfalls einen Assist verbuchen konnte Roman Josi. Beim 2:0-Sieg Nashvilles gegen Detroit erhielt er die meiste Eiszeit aller Feldspieler und gab die Vorlage zum Führungstreffer durch Filip Forsberg. (tre)

Tennis: Bencic mit überzeugendem Auftritt

Welch einen Unterschied zehn Tage Training doch ausmachen können: Beim Turnier in Adelaide zeigte sich Belinda Bencic im Vergleich zum Australian Open stark verbessert. In ihrer Auftaktpartie bezwang die 23-Jährige Misaki Doi (WTA 86) 6:1, 6:3.

Sie attackierte die Aufschläge der Japanerin kompromisslos und überzeugte auch bei den eigenen Aufschlagspielen. Diese hatte sie bei der 2:6, 1:6-Niederlage am Australian Open gegen Elise Mertens noch als ihre Schwachstelle ausgemacht: «Ich fand nie den Rhythmus, weder im Spiel noch im Training. Das ist sehr frustrierend, wenn man ohne Selbstvertrauen aufschlägt.» Im Viertelfinal trifft die als Nummer 2 gesetzte Bencic auf die Australierin Storm Sanders (WTA 292).

Ebenfalls die Runde der letzten Acht erreicht hat Jil Teichmann. Die Weltnummer 61 setzte sich gegen die Chinesin Wang Qiang (WTA 35) in einer hart umkämpften und von Breaks geprägten Partie 3:6, 6:3, 6:3 durch. (tre)

Basketball: Atlanta Hawks verlieren knapp

Knappe und ärgerliche Niederlage für den Genfer Clint Capela mit den Atlanta Hawks: Das Team des 26-jährigen Centers verlor 111:112 gegen die Cleveland Cavaliers, die zuvor gleich zehn Niederlagen in Folge hatten hinnehmen müssen. Capela bewies jedoch weiterhin seine starke Form und kam auf 12 Punkte und 16 Rebounds. (lai)

Tennis: Murray verliert bei Comeback auf ATP-Tour

Andy Murray hat bei seinem Comeback auf der ATP-Tour nach vier Monaten Pause eine Niederlage hinnehmen müssen. Der frühere Weltranglisten-Erste unterlag am Dienstag beim ATP-Turnier im französischen Montpellier in der ersten Runde mit 6:7 (8:10), 1:6 gegen Egor Gerassimow aus Belarus.

Andy Murray hatte das Australian Open verpasst und kehrte nun zurück.
Andy Murray hatte das Australian Open verpasst und kehrte nun zurück.
Foto: Felice Calabro (Keystone/AP Photo)

Für Murray, der mittlerweile nur noch die Nummer 121 der Welt ist, war es die erste Partie auf der ATP-Tour seit Oktober. Der 33-jährige Schotte hätte Anfang des Jahres am Australian Open teilnehmen sollen, konnte aber wegen einer Coronavirus-Infektion nicht antreten. Murray hatte seine Karriere 2019 eigentlich schon für beendet erklärt und hatte im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie und Verletzungen nur sieben Partien bestritten. (dpa)

Leichtathletik: 24 Schweizer an die Hallen-EM in Polen

Swiss Athletics ist an der Hallen-EM in Torun (POL/4. bis 7. März) mit einem Rekordteam im Einsatz: Der Verband nominierte 24 Athletinnen und Athleten. Dass die Schweiz mit mehr als 20 Athletinnen und Athleten an eine Hallen-EM reist, gab es noch nie. Bei der letzten Austragung 2019 in Glasgow (GBR) standen 17 Schweizer im Einsatz, 2017 in Belgrad (SER) deren 13.

Die 400-m-Läuferin Lea Sprunger (COVA Nyon) geht in Torun als Titelverteidigerin an den Start und die 800-m-Spezialistin Selina Rutz-Büchel (KTV Bütschwil) hat 2015 in Prag (CZE) und 2017 in Belgrad ebenfalls schon Gold an Hallen-Europameisterschaften gewonnen. Hürdensprinter Jason Joseph (LC Therwil) verzichtet trotz erfüllter Limite auf die Teilnahme. Der Rekordhalter absolviert momentan ein Trainingslager in den USA. (mos)

Lea Sprunger ist bei der Hallen-EM Titelverteidigerin über 400 m. (Foto: (Georgios Kefalas/Keystone)

Langlauf: Warmes Frühlingswetter führt zu Verschiebungen der WM-Startzeiten

Das frühlingshafte Wetter und Temperaturen von bis zu 15 Grad haben für die ersten Änderungen im Ablauf der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf gesorgt. Die Langlauf-Rennen am Mittwoch und Donnerstag beginnen früher als bisher geplant, um bessere Bedingungen in der Loipe gewährleisten zu können. Die beiden Qualifikationen am Mittwoch starten im Allgäu um 9 Uhr und 10.30 Uhr (statt 12.30 Uhr und 14.30 Uhr). Auch am Donnerstag werden die Sprint-Rennen in den Vormittag gezogen. Die Qualifikationen beginnen ab 9 Uhr, mit den Finalläufen soll es ab 11.30 Uhr losgehen. (dpa)

Rad: Froome will 5. Tour-Sieg

Chris Froome peilt trotz seines Alters und der Nachwirkungen seines schweren Sturzes einen fünften Sieg bei der Tour de France an. «Momentan hält mich nichts mehr zurück, und ich will es versuchen», sagte der 35-jährige Brite dem «Guardian» und nannte als Vorbild Football-Superstar Tom Brady. «Man sieht immer mehr Beispiele im Profisport, das jüngste ist Tom Brady. Das war eine unglaubliche Geschichte. Ich mag es, Vergleiche mit anderen Sportarten zu ziehen.» Der 43-jährige Brady hatte Anfang Februar zum siebten Mal die Superbowl gewonnen.

Froome, der momentan in den Vereinigten Arabischen Emiraten die UAE-Tour bestreitet, will gemäss eigener Aussage noch fünf Jahre auf höchstem Niveau fahren. Der Rundfahrten-Spezialist war im Juni 2019 schwer gestürzt und hatte Brüche am Oberschenkel, an der Hüfte, am Ellbogen, an den Rippen und im Nackenbereich erlitten. (dpa)

Unihockey: Superfinals in Winterthur

Die Schweizer Unihockey-Meister werden heuer an einem neuen Ort erkoren: Der Verband hat die Superfinals, die ursprünglich wie in den vergangenen Jahren vor 8000 Zuschauern in Kloten hätten stattfinden sollen, aufgrund der Corona-Pandemie nach Winterthur verlegt. Dort steigen auch jene Playoff-Partien, die das SRF überträgt.

Die Frauen spielen am 10. April um den Titel, wann die Männer zum Zug kommen, ist noch offen. (kai)