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Wegen Corona?Stadt Bern rechnet mit einem Defizit von 11 Millionen

Statt mit einem Überschuss von 13 Millionen rechnet die Stadt Bern mit einem Defizit von 11 Millionen Franken. Die Corona-Mehrkosten belaufen sich auf 16 Millionen Franken.

Sorgenfalten auf der Stirn des Stadtberner Finanzdirektors Michael Aebersold. Die Coronakrise hat ein tiefes Loch in die Stadtkasse gerissen. (Archivbild von der Spardebatte am 10. September in der Wankdorf-Sporthalle)
Sorgenfalten auf der Stirn des Stadtberner Finanzdirektors Michael Aebersold. Die Coronakrise hat ein tiefes Loch in die Stadtkasse gerissen. (Archivbild von der Spardebatte am 10. September in der Wankdorf-Sporthalle)
Foto: Franziska Rothenbühler

Die Stadt Bern geht für das laufende Jahr von einem Defizit von elf Millionen Franken aus. Prognostiziert hatte sie noch einen Überschuss von 13 Mio. Franken. Die durch die Coronapandemie verursachten Mehrkosten beziffert der Gemeinderat mit rund 16 Mio. Franken.

Vor einer Woche in Spardebatte des Stadtrates hatte sich SP-Finanzdirektor Michael Aebersold noch deutlich pessimistischer geäussert. Er sagte, er erwarte ein Defizit und gehe davon aus, dass dieses aber «nicht gerade 50 oder 60 Millionen Franken» betragen werde.

Warnung vor der Prognose

Diese Zahlen seien angesichts der anhaltenden Coronakrise mit Vorsicht zu geniessen, betont die Stadt in der Mitteilung. Namentlich die Steuereinnahmen könnten noch grössere positive oder negative Abweichungen in zweistelliger Millionenhöhe erfahren. Dies kommt daher, dass die Unternehmen erst Ende des vierten Quartals erhärtete Zahlen vorlegen können.

Das Budget für das kommende Jahr weist tiefrote Zahlen aus. Das Stadtparlament ist derzeit daran, Sparvorschläge des Gemeinderates zu debattieren. Das Budget 2021 soll um 20 Mio. Franken entlastet werden. Damit soll das Defizit auf rund 37 Mio. Franken begrenzt werden.

sda/tag