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Swiss Olympic unterstützt «Sion 2026»

Die Olympischen Winterspiele 2026 könnten im Kanton Wallis stattfinden. Zumindest Swiss Olympic sagt Ja zu einer Kandidatur.

Einen Schritt weiter: Swiss Olympic unterstützt die Walliser Olympia-Kandidatur für das Jahr 2026. (Video: SDA)

Der Exekutivrat von Swiss Olympic hat sich am Dienstag für die Kandidatur der Olympischen Winterspiele «Sion 2026» ausgesprochen. Er stellt dem Sportparlament einen entsprechenden Antrag. Das Sportparlament wird am kommenden 11. April entscheiden.

20 Jahre nach der knapp gescheiterten Olympia-Kandidatur Sion-Valais 2006 könnte es im Wallis doch noch Winterspiele geben. Der Exekutivrat von Swiss Olympic hat in Ittigen BE entschieden, die Bewerbung Sion 2026 zu lancieren.

Zweimal hat die Schweiz bislang Olympische Spiele organisiert – 1928 und 1948 in St. Moritz. Kein Wunder, war es Liebe auf den ersten Blick: Der Kurort im Engadin war einst das Epizentrum des Wintersports. Der «Olympiastein» erinnert an die Pionierleistung der Eidgenossenschaft.
Zweimal hat die Schweiz bislang Olympische Spiele organisiert – 1928 und 1948 in St. Moritz. Kein Wunder, war es Liebe auf den ersten Blick: Der Kurort im Engadin war einst das Epizentrum des Wintersports. Der «Olympiastein» erinnert an die Pionierleistung der Eidgenossenschaft.
Keystone
Auf dem Natureisfeld «Badrutts Park» wurde 1924 das Olympische Eishockeyturnier ausgetragen. Es wurden gleichzeitig WM- und EM-Medaillen vergeben. Die Gastgeber gewannen Olympiabronze.
Auf dem Natureisfeld «Badrutts Park» wurde 1924 das Olympische Eishockeyturnier ausgetragen. Es wurden gleichzeitig WM- und EM-Medaillen vergeben. Die Gastgeber gewannen Olympiabronze.
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Bleibt von ursprünglich fünf möglichen Kandidaten noch Sion übrig als potenzieller Austragungsort für die Winterspiele 2026 – mit Wettkampfstätten in den Kantonen Wallis, Freiburg, Waadt, Bern sowie der Aussenstation St. Moritz. Angeführt wird die Kandidatur von OK-Präsident Jean-Philippe Rochat, einem Anwalt, SP-Ständerat Hans Stöckli sowie FC-Sion-Präsident Christian Constantin.
Bleibt von ursprünglich fünf möglichen Kandidaten noch Sion übrig als potenzieller Austragungsort für die Winterspiele 2026 – mit Wettkampfstätten in den Kantonen Wallis, Freiburg, Waadt, Bern sowie der Aussenstation St. Moritz. Angeführt wird die Kandidatur von OK-Präsident Jean-Philippe Rochat, einem Anwalt, SP-Ständerat Hans Stöckli sowie FC-Sion-Präsident Christian Constantin.
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Der neue olympische Anlauf war im Exekutivrat unbestritten, wie das Stimmenverhältnis von 12:1 zeigt. Noch eindeutiger – mit 13:0 Stimmen – war danach die Abstimmung darüber, dass Swiss Olympic acht Millionen Franken aus der Reserve für die gesamte Kandidatur sprechen soll.

Beide Entscheide müssen am kommenden 11. April noch vom Sportparlament bestätigt werden. Die entscheidende Abstimmung für die Vergabe der Winterspiele 2026 führt das Internationale Olympische Komitee im Herbst 2019 durch.

Bern, Freiburg und Waadt eingebunden

Das Wallis wird das Projekt nicht allein stemmen, wenn es nach den Vorstellungen der Initianten geht. Eingebunden sind der Kanton Freiburg sowie die bevölkerungsreicheren Kanton Bern und Waadt. Die Wettkämpfe werden allerdings grösstenteils im Wallis stattfinden.

Der Kanton Bern wird – abgesehen von Skisprung-Wettkämpfen in Kandersteg – für die Eishockey-Turniere in Bern und Biel benötigt, gleich wie Freiburg. Beteiligt ist als entfernter Kanton auch Graubünden mit dem Bobrun in St. Moritz, der einzigen solchen Anlage in der Schweiz.

Politische Hürden vermeiden

Bis spätestens Januar 2019, gut ein halbes Jahr vor der Vergabe, müssen alle politischen Hürden gemeistert sein, denn Referenden zu Krediten sind möglich. Der Terminplan ist für Swiss Olympic etwas günstiger als 2002. Damals schickte das Berner Stimmvolk die Kandidatur «Berne 2010» in einer Kreditabstimmung wuchtig bachab.

Im Vorfeld hat sich die mit Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Wirtschaft zusammengestellte «Taskforce Sion 2026» intensiv mit Projekt auseinandergesetzt, etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit und Machbarkeit sowie auf die Chancen des Projekts im letztlich entscheidenden internationalen Wettbewerb.

Einfacher ohne die Bündner Kandidatur

Geleitet wurde die Gruppe von Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl und dessen Vorgänger Jörg Schild. Auch Didier Cuche und die Schweizer IOC-Mitglieder Patrick Baumann, René Fasel, Gian-Franco Kasper und Denis Oswald nahmen Einsitz.

Der Aufwand der gesamte Evaluation wurde für die Taskforce etwas einfacher, nachdem die potentielle Bündner Bewerbung abermals – wie schon 2013 – an der Hürde der kantonalen Abstimmung scheiterte. Die Taskforce gibt «Sion 2026» gute Chancen – sogar hinsichtlich einer Schlussabstimmung im IOC mit Gegenkandidaten wie Calgary, Stockholm, Sapporo oder Innsbruck.

Bund hat Unterstützung in Aussicht gestellt

Das Bundesamt für Sport (Baspo) hatte bereits früher bekannt gegeben, dass die Kandidatur für die Winterspiele 2026 grundsätzlich vom Bund unterstützt wird. Unter der Führung des Baspo soll auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, welche die Kandidatur in strategischen Fragen beraten wird.

Eine Sportveranstaltung dieses Ausmasses könne nicht ohne substanzielle finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand durchgeführt werden, hielt das Baspo fest. Wie hoch die finanzielle Unterstützung ausfallen wird, ist noch offen. Zunächst muss die Kandidatur am kommenden 11. April vom Sportparlament von Swiss Olympic bestätigt werden. Danach sind Bundesrat und Parlament am Zug.

Budget von 24 Millionen Franken

Der Entscheid des Bundesrats wird unter anderem von der finanziellen Machbarkeit, der Unterstützung der Bevölkerung in den betroffenen Regionen und Gemeinden sowie der Nachhaltigkeit der Kandidatur abhängig sein.

Swiss Olympic hat bereits einen Budgetentwurf ausgearbeitet: Die vorgesehenen 24 Millionen Franken sollen durch gleiche Teile von Swiss Olympic, dem Bund und den betroffenen Regionen übernommen werden. Das Wallis soll sich dabei mit vier Millionen Franken engagieren, die Kantone Waadt und Bern mit je einer Million Franken, der Kanton Freiburg sowie Private mit je 500'000 Franken.

SDA/fal

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