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Lara Guts bitterer Tweet nach der Sportlernacht

«Ich bin zu sehr Tessinerin, um bei den Sports Awards zu gewinnen, und Stan ist zu sehr Romand», twitterte Skirennfahrerin Lara Gut. Tennisprofi Stanislas Wawrinka antwortete prompt.

«Ich bin zu sehr Tessinerin, um bei den Sports Awards zu gewinnen»: Lara Gut kritisiert das Wahlvolk.
«Ich bin zu sehr Tessinerin, um bei den Sports Awards zu gewinnen»: Lara Gut kritisiert das Wahlvolk.
Keystone

Die Gewinner der Credit Suisse Sports Awards 2013 heissen Giulia Steingruber und Dario Cologna. Für Lara Gut, die im noch jungen Olympiawinter bereits vier Weltcuprennen gewann und einer der grossen Stars im Skizirkus ist, eine bittere Pille. «Ich bin zu sehr Tessinerin, um bei den Sports Awards zu gewinnen, und Stan ist zu sehr Romand», konstatierte Gut im Anschluss an die Wahl der Sportler des Jahres kurz nach Mitternacht via Twitter.

Stan, das ist Tennisprofi Stanislas Wawrinka, der sich in dieser Saison mit begeisterndem Tennis erstmals den Weg in die Halbfinals eines Grand-Slam-Turniers bahnte, aber hinter dem zurzeit verletzten Langläufer Cologna anstehen musste. Und offenbar teilt Wawrinka Guts Einschätzung, bedachte er ihren inzwischen gelöschten Twitter-Beitrag doch mit einem Smiley.

Der Blick in die Statistik stützt die These der ungeliebten Romands und Tessiner. Die letzte Sports-Awards-Siegerin, die nicht aus der Deutschschweiz stammt, war 1993 die eingebürgerte Tennisspielerin Manuela Maleeva-Fragnière, deren Wurzeln in Bulgarien liegen. Bei den Männern gewann in den vergangenen 20 Jahren nur der Neuenburger Didier Cuche den Titel für die lateinische Schweiz, wenn man das rätoromanische Gebiet nicht dazurechnet. Cuche, der seine TV-Interviews stets auf Schweizerdeutsch gab, wurde vom Publikum aber nur als halber Romand wahrgenommen.

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