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Der Coup von Lena Häcki

Die Schweizer Biathletin stürmt zu Platz 3 in der Verfolgung von Le Grand-Bornand.

Lena Häcki, 24, im Ziel: Die Engelbergerin ist die erst zweite Schweizer Biathletin auf dem Podest.
Lena Häcki, 24, im Ziel: Die Engelbergerin ist die erst zweite Schweizer Biathletin auf dem Podest.
Vianney Thibaut/Freshfocus

Die Freude packt Lena Häcki in erstaunlich kühle Sätze: «Ich habe einen souveränen Job gemacht», sagt sie. Oder: «Ich habe nicht gerade mit dieser Aufholjagd gerechnet.» Dritte wurde die 24-jährige Engelbergerin in der Verfolgung von Le Grand-Bornand in den französischen Alpen und stürmte damit erstmals als Solistin in die Top 3 im Weltcup. Dass wenig auf diese Premiere hingedeutet hatte, lag an ihrem 11. Rang im Sprint.

Sich von ausserhalb der Top10 noch aufs Podest zu hieven, hielt Häcki für so gut wie unlösbar. Und doch ist ihre Rangierung im ganz exklusiven Kreis auch eine mit Ansage: Schliesslich hatte sie zum Saison-Auftakt in Östersund gar mit dem Einzel-Sieg liebäugeln dürfen, ehe sie im finalen Schiessen das Nervenflattern bekam und sich mit Rang 6 begnügen müsste.

Gedanken an eine mögliche weitere Enttäuschung aber liess Häcki nun nie aufkommen, sondern vermochte sich ganz auf diesen Wettkampf zu konzentrieren. Darum ist sie stolz auf sich, im entscheidenden Moment cool geblieben zu sein. Denn die hervorragende Läuferin ist vor allem im Stehen weiterhin eine fragile Schützin. «Noch fehlt mir da die Konstanz», sagt Häcki.

Grosse Hoffnungen nach reibungsloser Vorbereitung

Geholfen hat ihr dafür der Schwung der jüngeren Vergangenheit. Nach dem zweiten Platz mit der Staffel vor zwei Wochen liessen Häcki und die drei Gasparin-Schwestern auch vor einer Woche mit Platz 3 einen Podestplatz folgen. «Das hat mich schon motiviert», sagt sie.

Ohnehin erwartete Häcki von sich nach einer reibungslosen Vorbereitung einen Schritt vorwärts. «Ich wusste, dass ich mich in allen Bereichen verbessert hatte. Aber natürlich musste ich diese Fortschritte in den Wettkämpfen erst einmal umsetzen.»

Dass sie ihre Saison nun mit drei Podestplätzen gleich derart stark lancierte, erstaunt sie zwar, belegt aber, warum sie innerhalb der Schweizer Biathlon-Szene als die grosse Hoffnung gehandelt wird. Dabei ist Häcki eine Spätzünderin. Als Kind war sie sehr sportlich, aber begann erst mit 14 mit Langlauf und als 16-Jährige mit Biathlon. Nun ist sie nach Selina Gasparin erst die zweite Schweizer Biathletin, die sich im Weltcup in den Top 3 klassieren konnte.

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