Caviezel fährt knapp am Podest vorbei

Mauro Caviezel verpasst das Podium in der Weltcup-Kombination in Wengen knapp. Der Bündner wird beim überraschenden Sieg des Österreichers Marco Schwarz Vierter.

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Dem WM-Dritten Marco Caviezel fehlten elf Hundertstel, um zum ersten Mal auch im Weltcup in einer Kombination unter die ersten drei zu fahren. In dieser Disziplin, die es wohl nicht mehr allzu lange geben wird, war er schon im vorletzten Dezember in Bormio Vierter geworden.

Zweitbester Schweizer war Sandro Simonet. Der Slalom-Spezialist klassierte sich als Elfter und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis im Weltcup. Im vergangenen März war er im Slalom in Kranjska Gora Achter geworden.

Schwarz kann gute Ausgangslage nutzen

Marco Schwarz hatte bereits nach dem einen Slalom-Lauf am Morgen in Führung gelegen. Schon wieder lag er also nach halbem Pensum vorne - wie schon in den letzten zwei Slaloms in Zagreb und in Adelboden. Die viel versprechende Ausgangslage konnte er beide Male nicht nutzen. Im zweiten Durchgang schied er jeweils aus.

Doch diesmal vermochte der Kärntner seine Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen. Der erwarteten Vorstellung im Slalom liess er in der Abfahrt eine Leistung folgen, die ihm kaum jemand, zumindest kaum einer ausserhalb des ÖSV-Teams, zugetraut hätte. Schwarz, der in der Vorbereitung in Südamerika während eines einzigen Tages und im Verlauf dieses Winters bisher ganze zwei Mal auf den Abfahrtsski gestanden hatte, wuchs auf der verkürzten Lauberhorn-Strecke über sich hinaus. Auf Mauro Caviezel etwa büsste er lediglich 37 Hundertstelsekunden ein.

Umgekehrte Disziplinen

Schwarz feierte seinen zweiten Weltcup-Sieg, nachdem er am Jahresanfang bereits das Parallel-Rennen in Oslo für sich entschieden hatte. In Wengen setzte er sich vor dem Vorjahressieger Victor Muffat-Jeandet aus Frankreich und dessen Landsmann Alexis Pinturault durch.

Dass die Reihenfolge der Disziplinen in der Kombination geändert wurde, hängt mit dem Wetter zusammen. Nach leichtem Schneefall am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag blieb durch die Umkehrung mehr Zeit für die Präparierung der Abfahrtspiste.

lif/sda

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