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Aus drei mach eins

Ab Mittwoch liefern sich in Biel die Teams aus Aarau, Baden und Flims einen Dreikampf um die Olympiateilnahme im Curling. Gleich fünf Bernerinnen sind in die Ausscheidungsspiele involviert.

Nadine Lehmann strebt mit Baden die Olympiateilnahme an.
Nadine Lehmann strebt mit Baden die Olympiateilnahme an.
Keystone

Mit Curling ist es so eine Sache. Meistens spielt sich die Sportart abseits des medialen Rampenlichts ab. Alle vier Jahre allerdings steigt das Interesse rasant an. Dann ist Curling am TV ein Quotenhit, verfolgen selbst Laien die Partien gebannt.

In vier Monaten ist es wieder so weit, dann werden in Pyeongchang die Olympischen Winterspiele durchgeführt. Die Schweiz wird sowohl mit einem Männer- als auch mit einem Frauenteam vertreten sein. Ersteres (Genf) ist bereits gesetzt, bei den Frauen jedoch kommt es zu einem Dreikampf um die Olympiateilnahme.

Ab Mittwoch messen sich in Biel die Teams aus Aarau (Skip Silvana Tirinzoni), Baden (Alina Pätz) und Flims (Binia Feltscher) um das begehrte Ticket für Pyeongchang. Mit Franziska Kaufmann und Carole Howald (Flims) sowie Nicole Schwägli, Marina Winkelhausen und Nadine Lehmann (Baden) sind gleich fünf Bernerinnen in der Ausscheidung involviert.

Doppelte Belohnung

Die Olympiasaison sei spürbar, hält Kaufmann fest. «Wir haben früher mit dem Sommertraining begonnen, standen bereits im Juli auf dem Eis und waren schon zwei Wochen in Kanada», erklärt die Grindelwalderin. «Wir wollen alles daransetzen, die Olympiateilnahme zu schaffen, geben Vollgas.» Flims, 2014 und 2016 Weltmeister, hat im Februar für Gesprächsstoff gesorgt, als es sich vor der Schweizer Meisterschaft überraschend von der Lysserin Christine Urech trennte.

«Es war ein Teamentscheid», sagt Kaufmann. «Die Schweizer Meisterschaft diente uns bereits als Probe für die Olympiasaison, deshalb haben wir diesen Wechsel damals vollzogen.» Urech wurde durch die Langenthalerin Howald ersetzt, die bereits an Grossanlässen als Ersatz für die Equipe figuriert hatte. Flims verlor an den nationalen Titelkämpfen aber im Final – gegen Baden.

Das Team um Skip Pätz, Weltmeister 2015, qualifizierte sich damit für die WM, enttäuschte aber in Peking mit Rang 8. «Wir haben dieses Resultat analysiert und hinter uns gelassen», sagt Nadine Lehmann. Sie erwähnt den starken Saisonstart (unter anderem den Sieg am Ladies-Cup in Stockholm) und hält fest: «Wir sind zufrieden.»

Bereits die vierte Saison nimmt das von Mirjam Ott gecoachte Team in dieser Besetzung in Angriff. «Wir haben intensive Jahre hinter uns», sagt die Richigerin. Im Gegensatz zu Flims hat Baden seine Vorbereitung kaum angepasst. «Aber», meint Lehmann, «etwas intensiver trainiert haben wir schon.»

Die Ausgangslage für die Olympiatrials verspricht viel Spannung. Alle drei Teams sind international erfahren, wobei sich für Grossanlässe meist Flims und Baden qualifizieren konnten. Lehmann sowie Kaufmann betonen, Details würden in Biel entscheidend sein, weil alle auf einem ähnlichen Niveau spielten.

Wer sich durchsetzt, wird übrigens zweifach belohnt: Neben den Olympischen Spielen wird dieses Team auch die Heim-EM im November in St. Gallen bestreiten können.

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