Zum Hauptinhalt springen

Ammann: «Wenn andere nervös werden, gefällt es mir immer sehr gut»

Während Simon Ammanns Konkurrenten um den Gesamt-Weltcup unmittelbar nach der Einzelkonkurrenz gleich wieder fürs Teamspringen zum Anlauf-Turm eilten, konnte der Schweizer die Wartezeit bis zur Siegerehrung an der Wärme geniessen und gab erste Interviews.

Simon Ammann, Ihr Trainer Martin Künzle sprach bei Ihrem ersten Versuch von einer «Bombe». War es auch für Sie der perfekte Sprung? Vom Gefühl her ist dies schwer zu sagen, denn die Verhältnisse waren schwierig. Ehrlich gesagt, war auch ich überrascht, wie weit es ging. Ich weiss nicht, ob alle Details passten. Aber ich darf sicher nicht meckern.

Das Schweizer Team ist erst am Mittwoch angereist und verzichtete in der Vorbereitung komplett auf Schneesprünge. Sie und Andreas Küttel wollten lieber in der vertrauten Umgebung in Einsiedeln Kraft tanken und sich nicht dem Risiko eines Lagerkollers im dunklen Norden aussetzen. Hatten Sie nie Angst, dass Sie mit dieser Taktik ein zu grossen Risiko nehmen? Klar, die Nervosität war schon da. Aber ich bin noch am Donnerstag vor einer Woche in Einsiedeln stark gesprungen und hatte genügend Selbstvertrauen. Die hervorragenden Resultate der Kuusamo- Qualifikation nahmen zudem einigen Druck weg.

Jetzt ist der Kampf um die grosse Kristallkugel, deren Gewinn Sie zu Saisonbeginn oberste Priorität eingeräumt haben, voll lanciert. Der Winter ist noch lang. Aber ich habe nun die Bestätigung, dass ich mir im Sommer eine ausgezeichnete Basis gelegt habe. Um mit dem Selbstvertrauen des Auftakt-Sieges wird nun vieles einfacher.

Ihre vier Weltcup-Siege haben Sie alle in Skandinavien eingefolgen. Gibt es dafür eine Erklärung? Das ist Zufall.

Ist es auch Zufall, dass Sie nun nach vier Olympia- oder WM- Medaillen endlich auch bei vier Weltcup-Siegen angelangt sind? Nein, das ist es nicht. Ich hatte früher immer Schwächen in meinem Flugsystem, was keine Konstanz über die gesamte Saison ermöglichte. Mit dem neuen Fischer-Ski gelangen mir nun diesen Sommer insbesondere im Speed-Bereich grosse Fortschritte. Dank meiner Routine bin ich nun sehr zuversichtlich. Hingegen hatte ich schon immer die Fähigkeit, mich auf Grossanlässe in Top-Form zu bringen. Wenn andere nervös werden, gefällt es mir immer sehr gut (lacht).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch