Wider Widrigkeiten

Schlüsselspieler Lenny Rubin fällt aus, Physiotherapeut Cyril Dähler kriegt Rot, Wacker gibt einen grossen Vorsprung preis. Gewonnen haben die Thuner gegen Kriens dennoch (23:21).

Matchwinner: Emil Feuchtmann Perez.

Matchwinner: Emil Feuchtmann Perez. Bild: Archivbild Christian Pfander

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Paradoxerweise bringt den Sieg jemand, der den Namen Feuchtmann trägt, ins Trockene. 21:20 führt Wacker in Kriens 2 Minuten vor Ende bloss noch, die Thuner wanken, vier Tore in Folge ­haben sie gerade kassiert. Der Ball gelangt zu Emil Feuchtmann Perez, der Routinier übernimmt Verantwortung, wirft – und trifft.

Luca Spengler verkürzt im Gegenzug, die Berner Oberländer stehen wieder unter Druck. Und erneut rettet sie der chilenisch-deutsche Doppelbürger, der das 23:21 erzielt. Es handelt sich um den Schlussstand, Martin Rubins Team schlägt die Luzerner in deren Bleibe und verteidigt damit Rang 3.

Vier Partien vor Beginn der Playoffs beträgt der Vorsprung auf die Innerschweizer nun drei Punkte. Es deutet alles darauf hin, dass Wacker in der Ausmarchung erst Pfadi Winterthur gegenüberstehen wird, die Zürcher dürften die Finalrunde auf dem zweiten Platz beenden.

Rubin droht Saisonaus

In Kriens trotzten die Thuner einer Menge Widrigkeiten. Einen starken Start hatten die Gäste hingelegt, nach 13 Minuten führten sie 6:2. Dann fiel Lenny Rubin aus. Der 21-jährige Aufbauer, eins der grössten Talente Europas, hatte sich am Knie verletzt.

Nach Spielende hinkte der Hüne auf den Platz, um seine Mitstreiter abzuklatschen. Eine Diagnose wird frühestens heute erwartet; alles andere als eine erneute Pause – das Eigengewächs hat schon während dreier Monate passen müssen – wäre indes eine Überraschung.

Sollte für den Trainersohn die Saison zu Ende sein, käme dies für die Oberländer einem weiteren Rückschlag gleich, nachdem bereits andere Leistungsträger ausgefallen sind. Topskorer Lukas von Deschwanden etwa konnte auch in der Begegnung mit seinem Ex-Klub nicht mittun, die Wurfhand schmerzt unverändert.

Cyril Dähler wird die Arbeit demnach nicht ausgehen. Gestern stand der Physiotherapeut im Zentrum, er wurde des Feldes verwiesen. Als Wacker einen Konter hatte lancieren wollen, gab der Krienser Albin Alili den Ball nicht her, Jonas Dähler, der Cousin des Staffmitglieds, ging ihn an, worauf die Schiedsrichter beide Akteure mit einer 2-Minuten-Strafe belegten.

Der Physiotherapeut tat sein Unverständnis darob offenbar sehr deutlich kund und wurde mit der Roten Karte sanktioniert, die Thuner waren in der Folge vorübergehend in Unterzahl. Nachdem sich die Gäste davon erholt hatten, zogen sie davon, lagen mit fünf Treffern Differenz vorn. Durch einen Effort kamen die Luzerner noch mal heran. Bevor Feuchtmann Perez zum Matchwinner werden sollte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.03.2017, 11:32 Uhr

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