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Vom Champion zum Sünder und wieder zurück

Michael Phelps ist drauf und dran, ein weiteres grosses Kapitel seiner Karriere zu schreiben.

ak
Gold statt Alkohol: Michael Phelps ist wieder da.
Gold statt Alkohol: Michael Phelps ist wieder da.
Keystone

Dass Michael Phelps an den US-Meisterschaften das Rennen über 200 m Schmetterling gewann und damit auch an der WM in Kasan Gold geholt hätte, wäre früher höchstens eine Randnotiz gewesen. Immerhin dominierte der 18-fache Olympiasieger den Schwimmsport über Jahre wie kein Athlet vor ihm. Nun aber ist Phelps der Rückkehrer, der aus dem Takt Geratene, der an einer Geschichte bastelt, wie sie die Amerikaner lieben. Der 30-Jährige, Ende 2014 wegen Trunkenheit zu einer einjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt und vom nationalen Verband für die WM gesperrt, will 2016 in Rio de Janeiro seine Olympiamedaillensammlung erweitern. 20 sollen es werden, etwas, das man in der zu Pathos neigenden Sportsprache als Rekord für die Ewigkeit bezeichnen könnte.

«Bis zu den Olympischen Spielen trinke ich keinen Tropfen Alkohol mehr», verspricht Phelps. 45 Tage hat seine jüngste Entziehungskur gedauert, es soll die letzte bleiben. «Ich gehe früher als sonst ins Bett, schlafe mehr, wache früh auf und habe den ganzen Tag einen klaren Kopf», so Phelps über sein neues Leben. «In Rio will ich einen grossen Abschluss meiner Karriere.»

Phelps' Trainer Bob Browman schwärmte schon im Frühling vom Elan seines Schützlings: «Es ist, als wäre man in einer Zeitmaschine. Es ist aussergewöhnlich, jemanden mit 29 Jahren zu sehen, der einige Sachen schneller macht als jemals zuvor.» Nach dem starken 200-m-Schmetterling-Rennen in San Antonio sprach er von einem der besten Rennen, die der Schwimmstar jemals abgeliefert habe. Und: «Er ist noch nicht einmal am Limit seiner Leistungsfähigkeit.» Phelps selbst gab sich hochzufrieden: «Es ist ein gutes Gefühl, wieder da zu sein. Dieser Erfolg zeigt, dass alles möglich ist, wenn man es nur wirklich will.»

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